Porree

Allium porrum · Leek (EN) · Porree (DE)

Der Porree (Allium porrum) ist ein Zwiebelgemüse, das wegen seines dicken, weißen, festen Scheinstamms angebaut wird, der aus eng gewickelten Blattscheiden entsteht — eines der frosthärtesten Gemüse des polnischen Gartens.

Sonne/Halbschatten Viel Wasser USDA 5a–9b
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Der weiße Teil entsteht durch Anhäufeln — je höher mit Erde angehäufelt, desto länger.
  • Sehr frosthart — überwintert im Boden, die Ernte ist sogar an Frosttagen möglich.
  • Lange Vegetationszeit: von der Aussaat bis zur Ernte vergehen meist 5–7 Monate.
  • Die Jungpflanzen in tiefe Pflanzlöcher setzen, ohne sie mit Erde zu füllen.
  • Ein hervorragender Nachbar für Möhren — sie halten sich gegenseitig ihre Schädlinge fern.

Botanische Daten

Familie
Amaryllidaceae (Amaryllidaceae)
Höhe
0.4–0.9 m
Breite
0.15–0.3 m
Wuchsform
Aufrecht
Wuchsgeschwindigkeit
Langsam
Standort
Sonne, Halbschatten
Boden
Humos, Lehmig
pH-Wert
pH 6.5–7.5
Feuchtigkeit
Mäßig, Feucht
Blütezeit
Juni–Juli
Winterhärte
USDA 5a–9b
Vermehrung
Aus Samen

Merkmale

Eine zweijährige, einjährig kultivierte Pflanze: Im ersten Jahr baut sie Schaft und Blätter auf, und erst im zweiten treibt sie einen stattlichen, kugeligen Blütenstand — im Gemüsegarten wird sie vor diesem Stadium geerntet. Im Unterschied zur Zwiebel bildet sie keine verdickte Zwiebel, sondern einen sogenannten Scheinstamm: einen dicken, weißen Zylinder aus eng aufeinandergewickelten Blattscheiden. Die Blätter sind flach, fächerförmig auseinanderlaufend, graugrün, oft mit einem Wachsbelag. Kulinarischen Wert hat vor allem der weiße und hellgrüne Teil, der ohne Lichtzutritt gewachsen ist; die grünen Blätter sind härter und eignen sich hauptsächlich für Brühen.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Er hat eine lange Vegetationszeit und flache Wurzeln, benötigt daher den ganzen Sommer über regelmäßige Feuchtigkeit. Trockenheit ergibt dünne, harte Schäfte und verleitet die Pflanzen dazu, vorzeitig in den Blütentrieb zu schießen.

Im Sommer alle ~4 Tage · Trockenheitstoleranz: Niedrig

Düngung

Mäßig, aber systematisch über die lange Saison. Keinen frischen Mist verwenden — er begünstigt Befall und eine schlechtere Lagerfähigkeit.

vor der Aussaat sowie 2 Mal als Kopfdüngung im Juli und August · kompost, nawóz azotowy, nawóz wieloskładnikowy

Pflanzung

Fruchtbarer, humoser und tief bearbeiteter Boden mit neutraler Reaktion. Die Jungpflanzen in tiefe, mit einem Pflanzholz gestochene Löcher (10–15 cm) setzen, ohne sie mit Erde zuzuschütten — es genügt, sie mit Wasser einzuschlämmen, das Loch füllt sich mit der Zeit von selbst. Schon diese Pflanzweise ergibt den ersten Abschnitt des weißen Schafts.

Zeitpunkt: Jungpflanzen von Mai bis Anfang Juli; Aussaat zur Anzucht von Februar (unter Abdeckung) bis April · Abstand 15–25 cm

Schnitt

Vor dem Pflanzen den Jungpflanzen die Blätter um etwa ein Drittel einkürzen und die Wurzelspitzen zurückschneiden — die Pflanze wächst dann besser an. Im Sommer den Schaft nach und nach mit Erde anhäufeln.

Zeitpunkt: Im Laufe der Saison, beim Setzen der Jungpflanzen sowie beim Anhäufeln. · Achtung: Nicht höher mit Erde anhäufeln als bis zu der Stelle, an der die Blätter auseinandergehen — zwischen die Blätter geschüttete Erde gelangt später ins Innere des Schafts und der Porree lässt sich nicht mehr sauber putzen.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

KarottePraktische Beobachtung

Klasyczna para w ogrodzie: zapach pora odstrasza połyśnicę marchwiankę, a zapach marchwi — śmietkę cebulankę atakującą pory. Ochrona działa w obie strony.

SalatPraktische Beobachtung

Szybko dojrzewa i wykorzystuje wolne miejsce między wolno rosnącymi porami, zanim te zajmą cały zagon.

GartenerdbeereGärtnerische Tradition

Sąsiedztwo roślin cebulowych tradycyjnie uznaje się za korzystne dla truskawek — ma ograniczać choroby grzybowe.

Rote BeteGärtnerische Tradition

Nie konkuruje z porem o tę samą warstwę gleby i dobrze wypełnia zagon obok jego wąskich rządków.

Schlechte Nachbarschaft

ErbsePraktische Beobachtung

Związki siarkowe wydzielane przez pora hamują bakterie brodawkowe na korzeniach grochu, czyli mechanizm wiązania azotu, na którym opiera się jego wzrost.

GartenbohneGärtnerische Tradition

Jak wszystkie bobowate źle znosi sąsiedztwo roślin cebulowych — obie uprawy rosną wtedy słabiej.

KüchenzwiebelDurch Studien belegt

Ten sam rodzaj Allium — wspólne szkodniki i choroby, przede wszystkim śmietka cebulanka i mączniak rzekomy cebuli, których presja rośnie przy uprawie obok siebie.

KnoblauchDurch Studien belegt

Kolejna roślina cebulowa dzieląca z porem szkodniki i patogeny glebowe; wymaga też tej samej przerwy w płodozmianie.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Keine Ein vollständig essbares Gemüse — sowohl der weiße Schaft als auch die grünen Blätter, die sich für Brühen eignen.
Hunde Mäßig Wie alle Pflanzen der Gattung Allium (Zwiebel, Knoblauch) ist er für Hunde giftig — er schädigt die roten Blutkörperchen und kann eine Blutarmut auslösen.
Katzen Hoch Katzen reagieren auf die Schwefelverbindungen der Zwiebelgewächse noch empfindlicher als Hunde — schon geringe Mengen können gefährlich sein.

Geschichte und Herkunft

Der Porree stammt vom wild im Mittelmeerraum wachsenden Sommer-Lauch ab. Schon die alten Ägypter und Römer bauten ihn an — Nero soll ihn regelmäßig gegessen haben in der Überzeugung, er stärke die Stimme, weshalb man ihn spöttisch Lauchfresser nannte. Bis heute ist der Porree ein Nationalsymbol von Wales, das am Tag des heiligen David an der Kleidung getragen wird, und seine Beliebtheit in der nordeuropäischen Küche begründete jene Kältefestigkeit, dank derer er mitten im Winter frisches Gemüse lieferte.

Verwendung

Ein Beetgemüse mit langer Saison, wertvoll besonders im Herbst und Winter, wenn nur wenige andere Kulturen frischen Ertrag direkt aus dem Garten liefern. In der Küche die Grundlage von Suppen und Brühen, Bestandteil von Schmorgemüse, Salaten und Aufläufen. Er lässt sich den ganzen Winter über nach und nach ernten, indem man so viele Pflanzen ausgräbt, wie gerade gebraucht werden.

Wissenswertes

  • Der weiße Schaft des Porrees ist kein Sortenmerkmal, sondern das Ergebnis gärtnerischer Arbeit: Er entsteht durch das schrittweise Anhäufeln der Pflanze mit Erde, die den Lichtzutritt abschneidet und die Bildung des grünen Farbstoffs verhindert. Je höher du anhäufelst, desto länger wird der weiße Teil.
  • Der Porree ist eines der frosthärtesten Gemüse — er überwintert problemlos im Boden und lässt sich mitten im Winter ausgraben, sofern die Erde nicht steinhart gefroren ist.
  • Er ist das Nationalsymbol von Wales — die Waliser stecken ihn sich am Tag des heiligen David an die Kleidung, und die Legende führt diesen Brauch auf eine Schlacht zurück, in der die Lauchstangen an den Helmen erlaubten, die eigenen Leute von den Feinden zu unterscheiden.

Häufige Fragen

Wie erhält man einen langen, weißen Porreeschaft?

Den weißen Teil bewirkt der fehlende Lichtzutritt, man muss ihn sich also mit zwei Maßnahmen erarbeiten. Erstens: Setze die Jungpflanzen in tiefe, mit einem Pflanzholz gestochene Löcher (10–15 cm), die du nicht mit Erde zuschüttest, sondern nur mit Wasser einschlämmst. Zweitens: Häufle die Pflanzen über den Sommer mehrmals an und schütte den Schaft immer höher mit Erde an — aber niemals über die Stelle hinaus, an der die Blätter auseinandergehen, denn dann gelangt Erde ins Innere des Schafts und der Porree lässt sich nicht mehr sauber putzen.

Übersteht der Porree den Winter im Boden?

Ja — er ist eines der frosthärtesten Gemüse und überwintert unter polnischen Bedingungen problemlos im Beet. Man kann ihn den ganzen Winter über nach und nach ernten und so viele Pflanzen ausgraben, wie gebraucht werden; ein Problem ist allenfalls der steinhart gefrorene Boden. Es lohnt sich, das Beet mit Laub oder Stroh zu mulchen, damit die Erde länger weich bleibt.

Warum ist mein Porree dünn wie ein Bleistift?

Meist ist es eine Frage von Zeit und Wasser: Der Porree hat eine sehr lange Vegetationszeit (5–7 Monate ab der Aussaat), eine zu späte Aussaat gibt ihm also schlicht keine Chance, dick zu werden. Dazu kommen ein im Sommer ausgetrockneter Boden, fehlende Nachdüngung im Juli und August sowie ein zu enger Pflanzabstand — Porree, der enger als alle 15 cm gesetzt wird, konkurriert untereinander und bleibt schmal.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 16.7.2026.

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