Kurz gefasst
- Wächst langsam und erreicht je nach Sorte 1,5 bis 8 m.
- Benötigt Halbschatten sowie feuchten, sauren Boden.
- Empfindlich gegenüber Wind und praller Sonne — die Blätter verbrennen.
- Eindrucksvolle Herbstfärbung des Laubs (Rot, Orange).
- Eignet sich für die Kultur in großen Kübeln und als Bonsai.
Botanische Daten
- Familie
- Sapindaceae (Sapindaceae)
- Höhe
- 1.5–8 m
- Breite
- 1.5–6 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Langsam
- Standort
- Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 5.5–6.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- April–Mai
- Winterhärte
- USDA 5b–8b
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Baum oder Strauch mit malerischem, oft schirmförmigem Wuchs und den charakteristischen handförmig geteilten Blättern. Viele Sorten haben die ganze Saison über rotes oder purpurnes Laub, andere färben sich erst im Herbst um.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Empfindlich gegenüber Austrocknung und Blattverbrennung; benötigt feuchten Boden sowie Schutz vor starkem Wind und praller Sonne.
Düngung
Mäßig — ein Überschuss an Stickstoff schwächt die Intensität der Blattfärbung.
Pflanzung
Nährstoffreicher, saurer, durchlässiger Boden; ein vor Wind und praller Mittagssonne geschützter Standort.
Schnitt
Minimaler Schnitt — nur tote, kranke und sich kreuzende Triebe entfernen, den natürlichen Wuchs bewahren.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Die Funkie liebt denselben Halbschatten und feuchten, sauren Boden; sie füllt den Raum zu Füßen des Ahorns gut aus.
Beide sind säureliebende Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen — eine klassische Kombination im japanischen Garten.
Schlechte Nachbarschaft
Der Fächerahorn hat feine Wurzeln und verträgt die Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe schlecht.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Der Fächerahorn wird in Japan seit Jahrhunderten kultiviert und selektiert (momiji) und ist ein untrennbarer Bestandteil japanischer Gärten und der Bonsaikunst. Nach Europa gelangte er im 19. Jahrhundert.
Verwendung
Für kleine und mittelgroße Gärten als Solitär, für japanische Gärten, für Terrassen in großen Kübeln sowie als Material für Bonsai.
Wissenswertes
- Es gibt über 1000 Sorten des Fächerahorns, die sich in Farbe, Blattform und Wuchs unterscheiden.
- Das Bewundern der herbstlichen Ahornfärbung (momijigari) ist in Japan eine Tradition, ähnlich dem frühlingshaften Betrachten der Kirschblüte.
Häufige Fragen
Warum werden die Blätter des Fächerahorns braun und trocknen an den Rändern aus?
Das ist meist die Folge von Sonnenbrand oder Austrocknung, verstärkt durch Wind. Der Fächerahorn braucht Halbschatten, Windschutz und einen stets leicht feuchten Boden.
Kann man den Fächerahorn im Kübel kultivieren?
Ja, langsam wachsende Sorten gedeihen gut in großen Kübeln mit saurem Substrat. Sie brauchen regelmäßiges Gießen und im Winter Schutz der Wurzeln vor Frost.
Wie schnell wächst der Fächerahorn?
Langsam — meist 20–30 cm pro Jahr. Diese Langsamkeit macht ihn gut geeignet für kleine Gärten und als Bonsai.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Acer palmatumInstitution / Botanischer Garten
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