Kurz gefasst
- Wächst im Schatten und Halbschatten – verträgt keine volle Sonne.
- Braucht dauerhaft feuchten, nährstoffreichen Boden.
- Das Laub ist der Hauptzierwert, die Blüten sind zweitrangig.
- Anfällig für Schneckenfraß – Schutzmaßnahmen sind ratsam.
- Bei Verzehr giftig für Hunde und Katzen.
Botanische Daten
- Familie
- Asparagaceae (Asparagaceae)
- Höhe
- 0.4–0.7 m
- Breite
- 0.6–1 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Langsam
- Standort
- Halbschatten, Schatten
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6–7.5
- Feuchtigkeit
- Feucht
- Blütezeit
- Juli–August
- Winterhärte
- USDA 3a–8b
- Vermehrung
- Durch Teilung
Merkmale
Bildet dichte Horste aus großen, herzförmigen, blaugrünen Blättern mit deutlicher Aderung. Die Blüten sind klein, glockenförmig, hellviolett oder weiß und stehen an hohen Blütenstielen über dem Laub.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Die großen Blätter verdunsten viel Wasser – die Pflanze braucht durchgehend feuchten Boden, besonders an heißen Tagen.
Düngung
Eine mäßige Düngung fördert große, dekorative Blätter.
Pflanzung
Nährstoffreicher, feuchter, humoser Boden im Schatten oder Halbschatten; vor dem Pflanzen Kompost einarbeiten.
Schnitt
Welke Blätter und Blütenstände an der Basis entfernen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Teilt die Vorliebe für Halbschatten und feuchten, humosen Boden – eine gute schattenliebende Kombination.
Ähnliche Wasser- und Lichtansprüche; die kontrastierende Blattstruktur ergibt eine wirkungsvolle Zusammenstellung.
Die Blätter der Funkie treiben später aus als die Tulpen und verdecken deren vergilbendes Laub nach der Blüte.
Schlechte Nachbarschaft
Gegensätzliche Licht- und Wasseransprüche machen eine gemeinsame, gesunde Kultur unmöglich.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Kleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
SchneckenNackt- und Gehäuseschnecken, die nachts und nach Regen fressen. Symptome: unregelmäßige Löcher in den Blättern und vollständig abgefressene junge Sämlinge, silbrige Schleimspuren auf Blättern und Boden. Die größten Schäden treten an feuchten, schattigen Stellen auf — besonders an Salat, Erdbeeren und Funkien.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | Der Verzehr großer Mengen kann Magenbeschwerden auslösen. |
| Hunde | Mäßig | Enthält Saponine, die für Hunde bei Verzehr schädlich sind. |
| Katzen | Mäßig | — |
Geschichte und Herkunft
Funkien erlangten im 20. Jahrhundert dank ihrer pflegeleichten Kultur und der Hunderten gezüchteten Sorten, die sich in Blattfarbe und -größe unterscheiden, enorme Beliebtheit in Ziergärten.
Verwendung
Für schattige Beete, Einfassungen unter Bäumen, Waldgärten sowie als Bodendecker, der im Schatten Unkraut unterdrückt.
Wissenswertes
- Es gibt über 2500 registrierte Funkiensorten.
- Die jungen Triebe der Funkie sind essbar und werden in der japanischen Küche als „urui“ verwendet.
Häufige Fragen
Warum haben die Funkienblätter Löcher?
Die häufigste Ursache ist Schneckenfraß – Schnecken sind der Hauptschädling der Funkie. Hilfreich sind Barrieren aus Asche, Bierfallen oder Nematoden zur Schneckenbekämpfung.
Wächst die Funkie in voller Sonne?
Das ist nicht zu empfehlen – die Blätter, besonders bei blaulaubigen Sorten, bleichen aus und verbrennen in voller Sonne. Am besten gedeiht sie im Schatten oder Halbschatten.
Wie lange braucht die Funkie, bis sie ihre volle Größe erreicht?
Die Funkie wächst langsam – der Horst erreicht seine volle Größe meist erst 4–5 Jahre nach dem Pflanzen.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Hosta sieboldianaInstitution / Botanischer Garten
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