Kurz gefasst
- Standort: Sonne bis Halbschatten, verträgt ein breites Bodenspektrum, auch städtische Böden.
- Blüht früh im Frühjahr (April–Mai), bevor die Blätter austreiben — eine wichtige frühe Nektarquelle für Bienen.
- Wächst schnell und verträgt Luftverschmutzung und verdichteten Boden gut.
- Bei Verletzung im Frühjahr tritt reichlich Saft aus — Schnitte besser im Sommer oder Winter vornehmen.
- Einer der am häufigsten gepflanzten Straßen- und Parkbäume in Polen.
Botanische Daten
- Familie
- Sapindaceae (Sapindaceae)
- Höhe
- 15–25 m
- Breite
- 10–15 m
- Wuchsform
- Kugelförmig
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Humos, Sandig
- pH-Wert
- pH 5.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- April–Mai
- Winterhärte
- USDA 3b–7b
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Die handförmigen, 5-lappigen Blätter haben scharf zugespitzte Lappen; ein abgebrochener Blattstiel gibt einen charakteristischen, milchigen Saft ab, wodurch sich der Spitzahorn vom ähnlichen Bergahorn unterscheidet. Die gelbgrünen, kleinen Blüten stehen in Doldentrauben und erscheinen noch vor dem Laubaustrieb. Die Früchte sind Flügelfrüchte (Samaras) mit nahezu waagerecht abgespreizten Flügeln.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Junge Bäume in den ersten Saisons regelmäßig gießen. Ausgewachsene Exemplare vertragen kurze Trockenperioden und städtische Wuchsbedingungen gut.
Düngung
Mäßig — ausgewachsene Bäume benötigen in durchschnittlichem Boden meist keine Düngung.
Pflanzung
Verträgt ein breites Bodenspektrum, auch verdichteten Stadtboden; bevorzugt mäßige Feuchtigkeit.
Schnitt
Entfernen von Totholz und sich kreuzenden Trieben, Kronenformung bei jungen Bäumen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Die Berberitze verträgt Halbschatten und trockeneren Boden unter der Krone des Ahorns gut und bildet ein niedriges Unterholz.
Ein schattenverträglicher Bodendeckerstrauch, der mit den Bedingungen unter der ausladenden Krone des Ahorns gut zurechtkommt.
Schlechte Nachbarschaft
Lavendel benötigt volle Sonne und trockenen Boden — der dichte Schatten und die flachen, konkurrierenden Wurzeln des Ahorns schaden ihm.
Das flache, stark entwickelte Wurzelsystem des Ahorns konkurriert wirksam mit dem Rasen um Wasser und Nährstoffe.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Eine einheimische Art der Laubwälder fast ganz Europas, seit langem geschätzt als schnell wachsender, widerstandsfähiger Stadtbaum. Er wird in Europa und Nordamerika weithin entlang von Straßen und in Parks gepflanzt, wo er wegen seiner leichten Aussamung heute mancherorts als invasive Art gilt, die mit einheimischen Bäumen konkurriert.
Verwendung
Ein verbreiteter Straßen-, Park- und Hausbaum; verträgt Formschnitt gut und wird auch als hohe Formhecke gepflanzt. Das Holz wird tischlerisch verwendet, wenn auch seltener als das anderer Ahornarten.
Wissenswertes
- Der Spitzahorn blüht als einer der ersten Laubbäume und liefert den Bienen eine wertvolle frühe Frühjahrstracht.
- Der milchige Saft, der aus einem beschädigten Blattstiel austritt, ist die einfachste Methode, den Spitzahorn vom Bergahorn (Acer pseudoplatanus) zu unterscheiden, dessen Saft wässrig ist.
- In Nordamerika, wohin er als Zierbaum eingeführt wurde, gilt der Spitzahorn in vielen Bundesstaaten als invasive Art.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich der Spitzahorn vom Bergahorn?
Der einfachste Test ist das Abbrechen des Blattstiels — beim Spitzahorn tritt ein milchiger, weißer Saft aus, beim Bergahorn ist der Saft klar und wässrig. Die Blätter des Spitzahorns haben zudem schärfer zugespitzte Lappen.
Eignet sich der Spitzahorn für eine Hecke?
Ja, er verträgt regelmäßigen Formschnitt gut und kann als hohe, dichte Hecke gezogen werden, wobei sich für niedrigere Hecken Arten mit geringerer Wuchsgeschwindigkeit besser eignen.
Warum blutet ein im Frühjahr geschnittener Ahorn so stark?
Das ist ein natürliches Phänomen, das mit dem intensiven Saftfluss im Baum zu Beginn der Vegetationsperiode zusammenhängt. Um es zu vermeiden, sollte man am besten im Sommer oder in der tiefen Winterruhe schneiden.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Acer platanoidesDatenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Acer platanoidesInstitution / Botanischer Garten
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