Kurz gefasst
- Benötigt unbedingt sauren Boden (pH 4,5–5,5).
- Halbschattiger, geschützter Standort mit feuchtem Boden.
- Flaches Wurzelsystem – flach pflanzen und mulchen.
- Alle Pflanzenteile sind stark giftig, auch für Tiere.
- Mit weichem Wasser gießen; hartes Wasser hebt den pH-Wert und schadet.
Botanische Daten
- Familie
- Ericaceae (Ericaceae)
- Höhe
- 0.5–3 m
- Breite
- 0.6–2.5 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Langsam
- Standort
- Halbschatten, Schatten
- Boden
- Humos, Torfig
- pH-Wert
- pH 4.5–5.5
- Feuchtigkeit
- Feucht
- Blütezeit
- April–Juni
- Winterhärte
- USDA 4a–8b
- Vermehrung
- Durch Absenker, Aus Stecklingen
Merkmale
Immergrüner (seltener laubabwerfender – Azaleen) Strauch mit ledrigen Blättern und großen, glockenförmigen Blüten, die zu prächtigen, kugeligen Blütenständen an den Triebspitzen zusammengefasst sind.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Das flache Wurzelsystem benötigt einen dauerhaft feuchten Boden; empfindlich gegenüber Austrocknung. Mit weichem Wasser (Regenwasser) gießen – hartes Wasser hebt den pH-Wert.
Düngung
Ausschließlich säuernde Dünger verwenden; Kalk und Universaldünger schaden.
Pflanzung
Saures, humoses Substrat mit Zusatz von Torf und Rinde; wegen des flachen Wurzelsystems flach pflanzen und mulchen.
Schnitt
Verblühte Blütenstände entfernen (vorsichtig, um die Knospen am Ansatz nicht zu beschädigen) sowie kranke und gebrochene Triebe.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beide Pflanzen lieben sauren, feuchten Boden und Halbschatten – sie teilen dieselben Pflegeansprüche.
Die Funkie wächst gut im sauren Halbschatten am Fuß des Rhododendrons und verdeckt dessen kahle Basis.
Schlechte Nachbarschaft
Lavendel benötigt alkalischen, trockenen Boden – das Gegenteil des sauren, feuchten Standorts des Rhododendrons.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Hoch | Alle Teile enthalten Grayanotoxine – der Verzehr von Blättern oder Blüten ist gefährlich; das Gift geht auch in den Honig über („verrückter Honig“). |
| Hunde | Hoch | — |
| Katzen | Hoch | — |
| Pferde | Hoch | — |
Geschichte und Herkunft
Rhododendren gelangten im 18. und 19. Jahrhundert dank botanischer Expeditionen in den Himalaya und nach China in die europäischen Gärten. Ihre Zucht wurde zur Leidenschaft der Gärtner und brachte Tausende von Hybridsorten hervor.
Verwendung
Für schattige Beete, Heide- und Waldgärten auf saurem Boden, als Solitär oder in Gruppen. Azaleensorten eignen sich auch für Kübel mit saurem Substrat.
Wissenswertes
- Honig aus dem Nektar einiger Rhododendren enthält Grayanotoxine und wird gelegentlich als „verrückter Honig“ mit berauschender Wirkung bezeichnet.
- Der Rhododendron ist das Nationalsymbol Nepals, wo sich im Frühling ganze Berghänge mit seinen Blüten bedecken.
Häufige Fragen
Warum werden die Blätter des Rhododendrons gelb?
Die häufigste Ursache ist eine Chlorose, ausgelöst durch einen zu hohen Boden-pH-Wert, der die Eisenaufnahme blockiert. Es helfen das Ansäuern des Substrats, das Mulchen mit Rinde und das Gießen mit Regenwasser.
Kann man Rhododendren in der Sonne pflanzen?
Die meisten Sorten bevorzugen Halbschatten. In der vollen Sonne, besonders bei Trockenheit, verbrennen die Blätter und die Pflanze wird geschwächt.
Ist der Rhododendron giftig?
Ja, stark – alle Pflanzenteile enthalten Grayanotoxine, die für Menschen und Tiere gefährlich sind. In Gärten, die für Kinder und Haustiere zugänglich sind, ist Vorsicht geboten.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — RhododendronsInstitution / Botanischer Garten
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