Kurz gefasst
- Herzförmige Blätter bis 30 cm — eine der größten unter den in Polen kultivierten Bäumen.
- Treibt sehr spät aus, im Mai oder Juni — im Frühjahr wirkt er vertrocknet, obwohl er gesund ist.
- Weiße Blüten in Rispen im Juni und Juli, danach bis zu 40 cm lange Schoten, die über den Winter hängen.
- Die Äste sind brüchig — an einem windgeschützten Ort pflanzen, fern von Terrasse und Einfahrt.
- Sehr gute Bienenweide; ungiftig und daher sicher im Garten mit Kindern und Tieren.
Botanische Daten
- Familie
- Bignoniaceae (Bignoniaceae)
- Höhe
- 8–15 m
- Breite
- 8–12 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig, Sandig
- pH-Wert
- pH 5.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- Juni–Juli
- Winterhärte
- USDA 5a–9a
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Ein Baum mit breiter, kuppelförmiger, recht tief angesetzter Krone und dicken, steifen Trieben. Die Blätter stehen gegenständig oder zu dritt im Quirl, sind herzförmig, mit einer Länge und Breite von bis zu 30 cm, und verströmen zerrieben einen unangenehmen Geruch. Die Blüten sind glockenförmig, weiß, im Schlund gelb und purpurn gefleckt, vereint in großen, aufrechten Rispen. Die Frucht ist eine dünne, walzenförmige Schote von 20–40 cm Länge, die im Herbst braun wird und den ganzen Winter über von den blattlosen Zweigen hängt.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Die riesigen Blätter verdunsten stark — bei Hitze welken junge Bäume deutlich und benötigen reichliche Wassergaben. Ausgewachsene Exemplare kommen selbstständig zurecht.
Düngung
Maßvoll — ein Stickstoffüberschuss ergibt lange, weiche Triebe, die noch bruchanfälliger sind.
Pflanzung
Ein warmer, sonniger und vor allem WINDGESCHÜTZTER Standort — im Zug brechen die brüchigen Äste und die großen Blätter leicht ab. Boden nährstoffreich und durchlässig.
Schnitt
Ausgebrochene und tote Triebe entfernen. Der Trompetenbaum verträgt einen starken Schnitt gut — die Sorte Nana formt man als kugelige Krone auf einem Stamm.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Der Trompetenbaum treibt erst im Mai oder Juni aus, sodass es den ganzen Frühling über unter seiner Krone hell ist — die Geophyten schaffen es zu blühen und ihre Zwiebeln zu regenerieren.
Sie verträgt den Schatten, den die riesigen Blätter des Trompetenbaums werfen, und ihre großen Blattspreiten bilden eine stimmige Komposition von grober Textur.
Schlechte Nachbarschaft
Die herabfallenden großen Blätter, welken Blüten und langen Schoten verschmutzen stark, und die brüchigen Äste brechen bei stärkerem Wind.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | Der Trompetenbaum zählt nicht zu den Giftpflanzen; Schoten und Samen sind ungenießbar, gelten aber nicht als toxisch. |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Anfang des 19. Jahrhunderts nach Europa gebracht und rasch für sein exotisches, geradezu tropisches Aussehen geschätzt — man pflanzte ihn in Landschaftsparks und städtischen Alleen. In den USA wurde die Art auch im Hinblick auf die Zucht von Raupen als Angelköder sowie auf das dauerhafte, fäulnisbeständige Holz für Zaunpfähle kultiviert.
Verwendung
Für Parks, große Gärten und städtische Anpflanzungen als Solitär auf dem Rasen, wo die ganze Silhouette und die Schoten zur Geltung kommen. Verträgt Luftverschmutzung. Für kleinere Gärten eignet sich die Sorte Nana, auf Stamm veredelt und eine kompakte, kugelige Krone ohne Blüten bildend — vor allem an Eingängen und in Reihen entlang von Wegen gepflanzt.
Wissenswertes
- Der Name Zigarrenbaum stammt von den Schoten, die in Form und Farbe an Zigarren erinnern, die an den Zweigen hängen.
- Der Trompetenbaum beginnt seine Vegetation als einer der letzten Bäume im Garten und beendet sie als einer der ersten — seine Blätter werden nach dem ersten stärkeren Frost schwarz und fallen ab, praktisch ohne Herbstfärbung.
Häufige Fragen
Mein Trompetenbaum hat im Mai keine Blätter — ist er vertrocknet?
Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Der Trompetenbaum ist einer der letzten Bäume, die in unserem Klima austreiben — die Knospen rühren sich meist in der zweiten Maihälfte, mitunter erst im Juni, wenn der übrige Garten bereits voll ergrünt ist. Das ist der häufigste Grund zur Panik bei Besitzern. Bevor du den Baum für tot hältst, kratze mit dem Fingernagel ein wenig Rinde von einem jungen Trieb: ist es darunter grün und feucht, lebt der Baum und wartet einfach auf Wärme.
Eignet sich der Trompetenbaum für einen kleinen Garten?
Die Grundart eher nicht — sie erreicht 8–15 m Höhe bei ähnlicher Kronenbreite, macht mit Blättern, Blüten und Schoten viel Schmutz, und ihre brüchigen Äste brechen bei Wind. Für kleine Gärten pflanzt man die Sorte Nana, auf einem Stamm in etwa 2 m Höhe veredelt: sie bildet eine kompakte Kugel von 2–3 m Durchmesser und blüht praktisch nicht, setzt also auch keine Schoten an.
Sind die Schoten und Samen des Trompetenbaums giftig?
Nein. Der Trompetenbaum zählt weder für Menschen noch für Hunde und Katzen zu den Giftpflanzen — die Schoten sind schlicht ungenießbar und trocken. Es ist eine der wenigen eindrucksvollen, exotisch wirkenden Pflanzen, die man bedenkenlos in einem Garten mit kleinen Kindern pflanzen kann. Zerriebene Blätter haben dagegen einen ausgeprägt unangenehmen Geruch.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- Missouri Botanical Garden — Catalpa bignonioidesInstitution / Botanischer Garten
Meine Notiz
Private Notiz zu dieser Pflanze — in deinem Browser gespeichert.