Kurz gefasst
- Standort hell, aber ohne scharfe Mittagssonne — Ost- oder Westfenster.
- Erst gießen, wenn das Substrat abgetrocknet ist; die fleischigen Blätter speichern Wasser.
- Verblühte Blütenstände nicht abschneiden — sie blüht an ihnen in den Folgejahren erneut.
- Ein enger Topf und eine kühlere Überwinterung fördern das Ansetzen der Blüten.
- Die Blüten sondern süßen Nektar ab und duften am Abend stark.
Botanische Daten
- Familie
- Apocynaceae (Apocynaceae)
- Höhe
- 1.5–4 m
- Breite
- 0.4–1 m
- Wuchsform
- Überhängend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Torfig
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Trocken, Mäßig
- Blütezeit
- Mai–September
- Winterhärte
- —
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Durch Absenker
Merkmale
Eine mehrjährige Kletterpflanze mit an der Basis verholzenden Trieben, die in Kultur 2-4 m erreichen und gewöhnlich an einem Reifen oder Spalier geführt werden. Die Blätter sind gegenständig, dick, steif und glänzend, dunkelgrün, mitunter silbrig gesprenkelt. Die Blüten stehen zu mehreren Dutzend in halbkugeligen Dolden: fünfstrahlige, weißrosa Sternchen mit einem dunkleren, glänzenden Krönchen in der Mitte, die reichlich Nektar absondern.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Dicke, fleischige Blätter speichern Wasser — erst gießen, wenn das Substrat bis zur halben Tiefe abgetrocknet ist. Im Winter, in einem kühleren Raum, das Gießen praktisch einstellen. Überwässerung endet mit Wurzelfäule und Blattfall.
Düngung
Schwache Konzentration; stickstoffreiche Dünger vermeiden — sie bringen üppige Triebe auf Kosten der Blüten.
Pflanzung
Durchlässige epiphytische Mischung: Torfsubstrat mit Kiefernrinde, Perlit und etwas Holzkohle. Ein enger Topf fördert die Blüte; nötig ist eine Stütze oder ein Reifen zum Führen der Triebe.
Schnitt
Übermäßig verlängerte Triebe dicht über einem Knoten einkürzen; ausschließlich vertrocknete oder beschädigte Triebe entfernen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beide sind Epiphyten mit denselben Bedürfnissen — helles, diffuses Licht und ein Abtrocknen des Substrats zwischen den Wassergaben.
Ebenso sparsames Gießen und Toleranz gegenüber der trockenen Wohnungsluft — ein einfaches gemeinsames Pflegeregime.
Schlechte Nachbarschaft
Die Pfeilwurz verlangt ein dauerhaft feuchtes Substrat und Halbschatten; bei einem solchen Gießen faulen die Wurzeln der Wachsblume, und im Schatten hört sie auf zu blühen.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | Verletzte Triebe sondern weißen Milchsaft ab, der bei empfindlichen Personen Haut und Augen reizen kann. Beim Schneiden empfiehlt es sich, Handschuhe anzuziehen. |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | Die Wachsblume wird zu den für Haustiere ungiftigen Pflanzen gezählt; reizend ist allenfalls der Kontakt mit dem Milchsaft. |
Geschichte und Herkunft
Die Gattung wurde nach Thomas Hoy benannt, dem englischen Gärtner des Herzogs von Northumberland im 18. Jahrhundert. Die Art gelangte gegen Ende des 18. Jahrhunderts in europäische Gewächshäuser und wurde zu einer der klassischen Pflanzen auf Großmutters Fensterbrett — in Familien weitergegebene Exemplare können jahrzehntelang blühen.
Verwendung
Für helle Räume — auf dem Fensterbrett eines Ostfensters, in einer Hängeampel oder an einem Reifen und Spalier geführt. Sie bewährt sich in im Winter schwach beheizten Zimmern und bei Menschen, die unregelmäßig gießen.
Wissenswertes
- Die Blüten sondern so viel Nektar ab, dass er bei reicher Blüte aus den Dolden tropfen und klebrige Spuren auf Fensterbrett und Blättern hinterlassen kann.
- Die Blütenstände wachsen aus Kurztrieben, die man Sporne nennt — derselbe Sporn blüht Jahr für Jahr, weshalb der alte, „hässliche Stummel“ ohne Blätter in Wirklichkeit der wertvollste Teil der Pflanze ist.
Häufige Fragen
Warum blüht meine Wachsblume nicht?
Die häufigsten Ursachen sind zu wenig Licht, ein zu großer Topf oder das Abschneiden der Blütenstände aus dem Vorjahr. Stelle die Pflanze an einen hellen Platz ohne scharfe Sonne, topfe sie nicht „auf Vorrat“ um und lass sie kühler überwintern (15-18 °C), bei sparsamem Gießen.
Soll man die verblühten Blüten der Wachsblume abschneiden?
Nein. Die vertrockneten Blüten fallen von selbst ab, aber den Kurztrieb (den Sporn), an dem sie gewachsen sind, muss man stehen lassen — in den folgenden Saisons erblüht daraus die nächste Dolde. Das Abschneiden der Sporne ist der häufigste Grund dafür, dass die Wachsblume aufhört zu blühen.
Ist die Wachsblume für Katzen giftig?
Die Wachsblume gilt als ungiftige Pflanze für Katzen und Hunde. Verletzte Triebe sondern jedoch weißen Milchsaft ab, der Haut oder Maul reizen kann, daher hält man sie besser außerhalb der Reichweite von Tieren, die gern an Blättern knabbern.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Hoya carnosaInstitution / Botanischer Garten
Meine Notiz
Private Notiz zu dieser Pflanze — in deinem Browser gespeichert.