Kurz gefasst
- Die pflegeleichteste Orchidee für Einsteiger.
- Blüht lange — eine einzelne Blüte hält sich bis zu 2–3 Monate.
- Braucht Rindensubstrat, keine Erde — sie ist ein Epiphyt.
- Durch Tauchen gießen und die Wurzeln zwischendurch abtrocknen lassen.
- Ungiftig — sicher für Menschen und Tiere.
Botanische Daten
- Familie
- Orchidaceae (Orchidaceae)
- Höhe
- 0.3–0.7 m
- Breite
- 0.2–0.4 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Langsam
- Standort
- Halbschatten
- Boden
- Humos
- pH-Wert
- pH 5.5–6.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Januar–Dezember
- Winterhärte
- USDA 11a–11b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen
Merkmale
Eine epiphytische Pflanze mit kurzem Stängel, wenigen dicken, ledrigen Blättern und zahlreichen Luftwurzeln. Die schmetterlingsförmigen Blüten in verschiedenen Farben sitzen an einem gebogenen Blütenstiel.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Durch Tauchen gießen, wobei überschüssiges Wasser ungehindert ablaufen kann. Die Wurzeln müssen zwischen den Gießvorgängen abtrocknen — dauerhafte Feuchtigkeit verursacht Fäulnis.
Düngung
In niedriger Konzentration anwenden — Orchideen reagieren empfindlich auf Versalzung.
Pflanzung
Spezielles Orchideensubstrat auf Rindenbasis; ein durchsichtiger Topf ermöglicht die Photosynthese der Wurzeln und die Kontrolle der Feuchtigkeit.
Schnitt
Den verblühten Blütenstiel kann man über dem zweiten sichtbaren Auge von unten kürzen, um erneute Blüte anzuregen, oder an der Basis abschneiden.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Das Gruppieren von Pflanzen mit denselben Ansprüchen erleichtert es, die Luftfeuchtigkeit um sie herum zu halten.
Schlechte Nachbarschaft
Die Phalaenopsis ist ein Epiphyt — Kultur in gewöhnlicher Gartenerde statt Rindensubstrat führt zu Wurzelfäule.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Insekten, die von einem weißen, wattigen Wachsbelag bedeckt sind und sich in den Blattachseln, am Triebansatz und auf der Blattunterseite ansammeln. Sie sehen aus wie Wattebäusche. Sie saugen Pflanzensaft, schwächen die Pflanze und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich der schwarze Rußtaupilz entwickelt. Ein häufiger Schädling an Zimmerpflanzen und Sukkulenten.
Deckel- und NapfschildläuseUnbewegliche, braune oder gelbliche Schilde (1–4 mm), die an Stängeln und der Blattunterseite haften, besonders entlang der Blattadern. Leicht mit Auswüchsen an der Pflanze zu verwechseln. Sie saugen Pflanzensaft, verursachen Vergilbung und Schwächung und scheiden klebrigen Honigtau aus. Häufig an Ficus, Orchideen und Pflanzen mit festen Blättern.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Phalaenopsis-Orchideen erlangten an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert massenhafte Beliebtheit, als die Technik der In-vitro-Massenvermehrung beherrscht wurde. Das senkte ihren Preis und machte sie zu einer der meistgekauften Topfblumen.
Verwendung
Für helle Innenräume ohne direkte Sonne — Fensterbänke nach Osten und Norden. Beliebte Geschenkblume und Element der Wohnraumdekoration.
Wissenswertes
- Der Name Phalaenopsis bedeutet „ähnlich einer Motte" — nach der Form der Blüten.
- Die Luftwurzeln der Phalaenopsis betreiben Photosynthese, weshalb die Pflanze in durchsichtigen Töpfen kultiviert wird.
Häufige Fragen
Was macht man mit der Orchidee nach der Blüte?
Den verblühten Trieb kann man über dem zweiten sichtbaren Auge von unten kürzen — das regt die Pflanze oft an, einen Seitentrieb zu bilden und erneut zu blühen. Vertrocknet der Trieb, schneidet man ihn an der Basis ab.
Warum wachsen die Wurzeln der Orchidee über den Topf hinaus?
Das ist normal — die Phalaenopsis ist ein Epiphyt und bildet Luftwurzeln. Diese sollten weder abgeschnitten noch gewaltsam in den Topf gedrückt werden.
Wie gießt man die Schmetterlingsorchidee richtig?
Am besten durch Tauchen: einmal pro Woche den Topf für 10–15 Minuten in Wasser stellen, danach den Überschuss vollständig abtropfen lassen. Die Wurzeln müssen zwischen den Gießvorgängen abtrocknen.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — PhalaenopsisInstitution / Botanischer Garten
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