Kurz gefasst
- Wärmeliebend — erst nach den letzten Frösten auspflanzen.
- Benötigt viel Wasser und einen nährstoffreichen Boden.
- Unregelmäßiges Gießen und kaltes Wasser führen zu bitteren Früchten.
- Salatgurken an Rankhilfen ziehen, Freilandsorten kriechen am Boden.
- Anfällig für Mehltau — das Benetzen der Blätter vermeiden.
Botanische Daten
- Familie
- Cucurbitaceae (Cucurbitaceae)
- Höhe
- 0.3–2 m
- Breite
- 0.4–1 m
- Wuchsform
- Kriechend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Humos
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Feucht
- Blütezeit
- Juni–August
- Winterhärte
- USDA 10a–11b
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Eine einjährige Pflanze mit rauen, kriechenden oder kletternden Trieben mit Ranken und großen, gelappten Blättern. Die Blüten sind gelb und eingeschlechtig. Die Frucht ist eine längliche, wasserreiche Beere mit grüner Schale.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Benötigt viel Wasser und gleichmäßige Feuchtigkeit — die Früchte bestehen zu 95 % aus Wasser. Mit lauwarmem Wasser an der Basis gießen; kaltes Wasser und unregelmäßiges Gießen führen zu bitteren Früchten.
Düngung
Die Gurke ist ein Starkzehrer — sie braucht einen nährstoffreichen Boden und regelmäßige Düngung.
Pflanzung
Sehr nährstoffreicher, humoser, warmer Boden; Freilandgurken kriechen am Boden, Salatgurken zieht man am besten an Rankhilfen.
Schnitt
Bei Klettersorten Seitentriebe und Ranken je nach Sortenempfehlung entfernen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Die hohen Stängel der Sonnenblume können als natürliche Rankhilfe für kletternde Gurken dienen.
Dill zieht Nützlinge an und gilt traditionell als förderlich für den Geschmack der Gurken im Anbau.
Schlechte Nachbarschaft
Konkurriert um Wasser und Nährstoffe und erhöht das Risiko der Übertragung von Pilzkrankheiten auf die empfindlichen Gurken.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab.
Falscher MehltauGelbe oder eckige (von den Blattadern begrenzte) Flecken auf der Blattoberseite, denen auf der Unterseite ein grauvioletter oder brauner Sporenbelag entspricht. Er unterscheidet sich vom Echten Mehltau, dessen weißer Belag auf der Blattoberseite sitzt. Er entwickelt sich bei Feuchtigkeit und kühlen Nächten und ist gefährlich für Gurken, Zwiebeln und Weinreben.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Gurke wurde vor über dreitausend Jahren in Indien domestiziert. Über das antike Griechenland und Rom verbreitete sie sich in ganz Europa und wurde zu einem der wichtigsten Gartengemüse.
Verwendung
Für den Anbau im Freiland, im Folientunnel und im Gewächshaus, Balkonsorten auch in großen Kübeln. Die Früchte werden roh gegessen, milchsauer eingelegt und mariniert.
Wissenswertes
- Die Gurkenfrucht besteht zu etwa 95 % aus Wasser.
- Botanisch gesehen ist die Gurke eine Beere, obwohl sie kulinarisch als Gemüse behandelt wird.
Häufige Fragen
Warum sind Gurken bitter?
Die Bitterkeit (Cucurbitacine) verstärkt sich bei Stress der Pflanze: unregelmäßigem Gießen, Austrocknung, starken Temperaturschwankungen und dem Gießen mit kaltem Wasser. Entscheidend sind eine gleichmäßige Feuchtigkeit und warmes Wasser.
Warum fallen die Gurkenblüten ohne Fruchtansatz ab?
Die ersten Blüten sind oft männliche Blüten, die auf natürliche Weise abfallen. Die Früchte bilden sich aus den weiblichen Blüten (mit dem Fruchtansatz am Grund). Auch fehlende Bestäuber oder große Hitze schränken den Fruchtansatz ein.
Wie viel muss man Gurken gießen?
Viel und regelmäßig — bei Hitze sogar täglich, mit lauwarmem Wasser direkt an der Basis. Die Früchte bestehen überwiegend aus Wasser, sodass sich ein Mangel sofort auf Ertrag und Geschmack auswirkt.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — CucumberInstitution / Botanischer Garten
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