Scharlach-Feuerdorn

Pyracantha coccinea · Scarlet firethorn (EN) · Scharlach-Feuerdorn (DE)

Der Scharlach-Feuerdorn (Pyracantha coccinea) ist ein immergrüner, dorniger Zierstrauch, geschätzt für seine reichlichen, orangeroten Früchte, die den ganzen Winter über an den Trieben verbleiben, sowie für seine undurchdringliche Struktur, die ihn ideal für Hecken macht.

Sonne/Halbschatten Wenig Wasser USDA 6a–9a Giftig
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Standort: volle Sonne oder leichter Halbschatten, durchlässiger Boden, verträgt kalkhaltige Böden.
  • Immergrün und nach dem Anwachsen sehr trockenheitsresistent.
  • Weiße Blüten im Mai–Juni, orangerote Beeren von September bis in den Winter.
  • Die scharfen Dornen machen ihn zu einer wirksamen, undurchdringlichen Schutzhecke.
  • Die Früchte werden im Winter gern von Vögeln gefressen — eine wichtige Nahrungsquelle in den mageren Monaten.

Botanische Daten

Familie
Rosaceae (Rosaceae)
Höhe
2–4 m
Breite
2–3 m
Wuchsform
Aufrecht
Wuchsgeschwindigkeit
Mäßig
Standort
Sonne, Halbschatten
Boden
Lehmig, Kalkhaltig, Humos
pH-Wert
pH 6–7.8
Feuchtigkeit
Trocken, Mäßig
Blütezeit
Mai–Juni
Winterhärte
USDA 6a–9a
Vermehrung
Aus Stecklingen, Aus Samen

Merkmale

Ein aufrechter, dicht verzweigter Strauch mit steifen, dornigen Trieben. Die glänzenden, dunkelgrünen Blätter bleiben das ganze Jahr über erhalten. Kleine, weiße, in Doldenrispen zusammengefasste Blüten erscheinen im Frühjahr, und im Herbst bilden sich zahlreiche, kugelige Früchte in intensivem Orangerot.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Nach dem Anwachsen sehr trockenheitsresistent — vor allem im ersten Jahr und während langanhaltender Hitze gießen.

Im Sommer alle ~12 Tage · Trockenheitstoleranz: Hoch

Düngung

Mäßige Gaben — ein Stickstoffüberschuss mindert die Ausreife der Triebe vor dem Winter und schränkt den Fruchtansatz ein.

einmal jährlich, im Frühjahr · kompost, nawóz wieloskładnikowy wiosną

Pflanzung

Durchlässiger Standort; auf schweren Böden Kies beimischen. Als Hecke in einer Reihe im Abstand von 60–80 cm pflanzen.

Zeitpunkt: April–Mai oder September · Abstand 60–100 cm

Schnitt

Junge Zuwächse einkürzen und dabei einen Teil der Triebe mit Fruchtansätzen belassen — Blüten und Früchte erscheinen am älteren Holz.

Zeitpunkt: Formschnitt — nach der Blüte, im Juni; eine leichte Korrektur ist auch im Spätsommer möglich. · Achtung: Nicht zu stark im Herbst oder nach dem Fruchtansatz schneiden — das nimmt dem Strauch die zierenden, bis in den Winter verbleibenden Beeren. Bei der Arbeit auf die langen, steifen Dornen achten.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

Glänzende FelsenmispelPraktische Beobachtung

Sehr ähnliche Standortansprüche und identische Heckenfunktion — beide Arten werden verwechselt und ergänzen sich in der Fruchtfärbung im Herbst und Winter gut.

Zweigriffeliger WeißdornPraktische Beobachtung

Beide bedornten Arten bilden einen dichten, undurchdringlichen Schutz, der die in der Hecke nistenden Vögel vor Fressfeinden schützt.

Thunbergs BerberitzePraktische Beobachtung

Ähnliche dornige Struktur und gute Verträglichkeit des Formschnitts — eine bewährte Ergänzung für gemischte Hecken.

Schlechte Nachbarschaft

RhododendronPraktische Beobachtung

Gegensätzliche Ansprüche: Der Feuerdorn braucht volle Sonne und verträgt alkalische Böden, während der Rhododendron Schatten und einen sauren, feuchten Untergrund benötigt.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Leicht Die Kerne der Früchte enthalten geringe Mengen cyanogener Verbindungen. Der Verzehr einzelner Früchte ist meist unbedenklich, doch der Verzehr größerer Mengen kann Übelkeit und Bauchschmerzen auslösen.
Hunde Leicht
Katzen Leicht

Geschichte und Herkunft

In Europa seit dem 19. Jahrhundert als Garten- und Heckenpflanze kultiviert, wächst er in den Ländern des Mittelmeerraums wild. Der Gattungsname Pyracantha stammt aus dem Griechischen und bedeutet „feuriger Dorn“ (pyr — Feuer, akantha — Dorn) und verweist sowohl auf die Farbe der Früchte als auch auf die scharfen Dornen.

Verwendung

Hervorragend für dornige, undurchdringliche Hecken, als einzelner Winterakzent im Garten oder zum flächigen Ziehen an einer Mauer (Spalier). Geschätzt in vogelfreundlichen Gärten.

Wissenswertes

  • Der Scharlach-Feuerdorn wird bisweilen mit der Glanzmispel (Cotoneaster lucidus) verwechselt — beide bilden ähnliche Hecken, doch der Feuerdorn hat scharfe Dornen, während die Glanzmispel dornenlos ist.
  • Die Früchte des Feuerdorns werden von Wacholderdrosseln und Seidenschwänzen erst im Spätwinter gefressen, wenn sie nach dem Durchfrieren weich geworden sind — vorher meiden die Vögel sie.

Häufige Fragen

Ist der Scharlach-Feuerdorn dasselbe wie die Zwergmispel (Cotoneaster)?

Nein, es handelt sich um zwei verschiedene Gattungen aus derselben Familie der Rosengewächse, mit sehr ähnlichem Wuchs und Verwendungszweck. Der entscheidende Unterschied sind die Dornen — der Feuerdorn ist stark bedornt, während die Glanzmispel dornenlos ist.

Sind die Früchte des Feuerdorns für den Menschen essbar?

Die Früchte gelten nicht als giftig, können jedoch in größeren Mengen aufgrund der cyanogenen Verbindungen in den Kernen Magenbeschwerden auslösen. Ihr Verzehr wird nicht empfohlen, abgesehen von der Verwendung in verarbeiteter Form (z. B. Gelee) in geringen Mengen.

Wie schneidet man den Feuerdorn zu einer Hecke?

Der Formschnitt erfolgt nach der Blüte im Juni, wobei ein Teil der älteren Triebe mit den Fruchtansätzen belassen wird. Ein zu starker Schnitt im Herbst nimmt dem Strauch die zierenden Beeren für den Winter.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 14.7.2026.

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