Kurz gefasst
- Standort: volle Sonne, fruchtbarer und durchlässiger Boden.
- Die Knollen (Kormus) müssen jedes Jahr zum Winter ausgegraben werden — im Freiland überstehen sie den Frost in Polen nicht.
- Blüht von Juli bis September, hohe Sorten benötigen eine Stütze.
- Sukzessive alle 2 Wochen pflanzen, um die Blütezeit zu verlängern.
- Eine beliebte Schnittblume — die Blütenstände halten sich lange in der Vase.
Botanische Daten
- Familie
- Iridaceae (Iridaceae)
- Höhe
- 0.6–1.5 m
- Breite
- 0.15–0.3 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Humos, Sandig
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juli–September
- Winterhärte
- USDA 8a–10b
- Vermehrung
- Aus Zwiebeln / Knollen, Aus Samen
Merkmale
Aus der unterirdischen Knolle (eigentlich einem Kormus) wächst ein Fächer steifer, schwertförmiger Blätter sowie eine oder mehrere hohe, einseitige Ähren aus einem Dutzend großer, trichterförmiger Blüten, die sich nacheinander von unten nach oben öffnen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Während der Wachstumszeit regelmäßig gießen, besonders in der Knospenbildung. Die für den Winter ausgegrabenen Knollen werden trocken, ohne Gießen, gelagert.
Düngung
Den Stickstoff gegen Ende des Sommers reduzieren, um die Knollen vor dem herbstlichen Ausgraben zu kräftigen.
Pflanzung
Ein windgeschützter Standort; hohe Sorten versieht man am besten sogleich mit Stützstäben.
Schnitt
Verblühte Blütenstände laufend entfernen; im Herbst die Knollen ausgraben, trocknen und bis zum Frühjahr an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Ansprüche (Sonne, fruchtbarer Boden) und eine gemeinsame Blütezeit im Schnittgarten.
Die Kapuzinerkresse verdeckt die kahle Basis der Gladiolentriebe und hilft, einige Schädlinge abzulenken.
Die von den Wurzeln der Studentenblume abgegebenen Verbindungen verringern die Population bodenbürtiger Nematoden, die den Knollen schaden.
Schlechte Nachbarschaft
Sie breitet sich stark durch Ausläufer aus und erschwert das jährliche Ausgraben der Gladiolenknollen.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Mäßig | Die Knollen enthalten Stoffe, die bei Verzehr den Verdauungstrakt reizen. |
| Hunde | Mäßig | — |
| Katzen | Mäßig | — |
Geschichte und Herkunft
Die heutigen Gartenhybriden entstanden im 19. Jahrhundert in Europa durch die Kreuzung mehrerer südafrikanischer Gladiolus-Arten, die von Pflanzensammlern eingeführt wurden. Der Gattungsname stammt vom lateinischen gladius (Schwert) und bezieht sich auf die Blattform.
Verwendung
Für Blumenrabatten, den Schnittgarten sowie als wirkungsvolles Element in Sträußen. Hohe Sorten bewähren sich gut als Hintergrund der Rabatte oder als Akzent in Kübeln auf der Terrasse.
Wissenswertes
- Eine Knolle (Kormus) blüht nur einmal — nach der Saison bildet die Pflanze eine neue Knolle oben auf der alten.
- Die Gladiole wird sinnbildlich mit Charakterstärke und Aufrichtigkeit der Gefühle verbunden und erscheint häufig in Jubiläumssträußen.
Häufige Fragen
Übersteht die Gladiole den Winter im Freiland?
Im polnischen Klima nicht — die Knollen (Kormus) müssen im Herbst ausgegraben, getrocknet und bis zum Frühjahr an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt werden. Im Freiland erfrieren sie bereits bei leichten Frösten.
Wann gräbt man die Gladiolenknollen aus?
Nach den ersten Frösten, wenn die Blätter braun werden, meist im Oktober. Die Knollen werden getrocknet, von Erde befreit und bei 5–10 °C aufbewahrt.
Warum kippt die Gladiole um?
Hohe Sorten mit schweren Blütenähren werden vom Wind leicht abgeknickt. Es lohnt sich, sie an einem windgeschützten Platz zu pflanzen und bereits während des Wachstums zu stützen.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — GladiolusDatenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Gladiolus cultivationInstitution / Botanischer Garten
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