Kurz gefasst
- Wächst stark wuchernd — in einem die Ausläufer begrenzenden Behälter pflanzen.
- Mag feuchten Boden und verträgt Halbschatten.
- Regelmäßiges Ernten fördert die Verzweigung.
- Stark bienenweidend, zieht Bienen und Schmetterlinge an.
- Das Aroma ist kurz vor der Blüte am intensivsten.
Botanische Daten
- Familie
- Lamiaceae (Lamiaceae)
- Höhe
- 0.3–0.9 m
- Breite
- 0.4–1 m
- Wuchsform
- Kriechend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6–7.5
- Feuchtigkeit
- Feucht
- Blütezeit
- Juli–September
- Winterhärte
- USDA 3a–9a
- Vermehrung
- Durch Teilung, Aus Stecklingen
Merkmale
Eine mehrjährige krautige Pflanze mit vierkantigen Stängeln, die sich über unterirdische und oberirdische Ausläufer ausbreitet. Die Blätter sind gezähnt und stark nach Menthol duftend. Kleine, lippenblütige Blüten stehen in ährenartigen Blütenständen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Mag stets feuchten Boden; welkt bei Austrocknung schnell. Eines der wenigen Kräuter, das feuchte Standorte gut verträgt.
Düngung
Anspruchslos — wächst ausufernd auch ohne Düngung.
Pflanzung
Feuchter, nährstoffreicher Boden; UNBEDINGT in einem die Wurzelausbreitung begrenzenden Behälter pflanzen (z. B. eingegrabener Kübel) — Minze wuchert stark.
Schnitt
Regelmäßig ernten und die Triebe zurückschneiden, was die Verzweigung fördert; vor der Blüte ist das Aroma am intensivsten.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Der starke Duft der Minze vertreibt den Kohlweißling und Blattläuse, die Kohlgemüse befallen.
Schlechte Nachbarschaft
Beide Pflanzen haben unterschiedliche Wasseransprüche (Minze mag Feuchtigkeit, Basilikum mäßige Feuchte), und die wuchernde Minze überwuchert das langsamer wachsende Kraut.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Leicht | Größere Mengen Pfefferminzöl können den Verdauungstrakt von Tieren reizen. |
| Katzen | Leicht | — |
Geschichte und Herkunft
Die Pfefferminze entstand als natürlicher Hybrid im England des 17. Jahrhunderts. Minzen wurden bereits in der Antike als Heil- und Erfrischungskräuter geschätzt und in ägyptischen, griechischen und römischen Quellen erwähnt.
Verwendung
Für Kräutergärten (in Behältern), Balkon- und Fensterbank-Kübel. Die Blätter werden frisch und getrocknet für Aufgüsse, Speisen und Getränke verwendet.
Wissenswertes
- Das für den erfrischenden Effekt der Minze verantwortliche Menthol reizt Kälterezeptoren in Haut und Mundhöhle.
- Die Pfefferminze ist ein unfruchtbarer Hybrid — sie vermehrt sich ausschließlich vegetativ, durch Ausläufer und Stecklinge.
Häufige Fragen
Wie verhindert man, dass sich Minze im ganzen Garten ausbreitet?
Sie sollte in einem die Wurzeln begrenzenden Behälter gepflanzt werden — z. B. in einem großen, in die Erde eingegrabenen Kübel oder in einem gesonderten, abgegrenzten Beet. Minze breitet sich aggressiv über unterirdische Ausläufer aus.
Wächst Minze im Schatten?
Ja, sie verträgt Halbschatten besser als die meisten Kräuter, wobei sie in der Sonne ein intensiveres Aroma entwickelt. Entscheidend ist, den Boden feucht zu halten.
Warum verliert meine Minze ihr Aroma?
Das Aroma lässt nach dem Aufblühen und bei übermäßiger Stickstoffdüngung nach. Am besten erntet man die Blätter kurz vor der Blüte und kultiviert die Minze auf mäßig nährstoffreichem Boden.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — MintInstitution / Botanischer Garten
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