Kurz gefasst
- Blüht im zeitigen Frühjahr, oft vor dem Blattaustrieb.
- Benötigt einen geschützten Standort — Spätfröste zerstören die Blüten.
- Bevorzugt nährstoffreichen, leicht sauren, feuchten Boden.
- Flache Wurzeln — den Boden um den Stamm nicht umgraben.
- Verträgt Schnitt schlecht — den endgültigen Standort von Anfang an planen.
Botanische Daten
- Familie
- Magnoliaceae (Magnoliaceae)
- Höhe
- 3–7 m
- Breite
- 3–6 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Langsam
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 5.5–6.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- April–Mai
- Winterhärte
- USDA 5a–9a
- Vermehrung
- Durch Absenker
Merkmale
Ein Baum oder Strauch mit ausladendem Wuchs und großen, verkehrt-eiförmigen Blättern. Die prächtigen, kelch- oder tulpenförmigen Blüten, weiß bis rosa-purpurn, erscheinen im zeitigen Frühjahr vor den Blättern.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Das flache, fleischige Wurzelsystem benötigt einen stets leicht feuchten Boden; empfindlich gegenüber Austrocknung und Wurzelverletzungen.
Düngung
Mäßig; eine Rindenmulchschicht schützt die flachen Wurzeln und hält die Feuchtigkeit.
Pflanzung
Nährstoffreicher, humoser, leicht saurer Boden; ein vor Ostsonne und Wind geschützter Standort bewahrt die Blüten vor Spätfrösten.
Schnitt
Magnolien vertragen Schnitt schlecht — auf das Entfernen abgestorbener und beschädigter Triebe beschränken.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beide Pflanzen mögen sauren, humosen Boden und einen geschützten Standort — eine häufige Kombination in Ziergärten.
Sie blühen zu Füßen der Magnolie, wenn diese noch keine Blätter entwickelt hat, und verlängern so die Dekorationsphase.
Schlechte Nachbarschaft
Die flachen, fleischigen Wurzeln der Magnolie werden durch Umgraben leicht beschädigt, was den Baum schwächt.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Tulpen-Magnolie entstand um 1820 in Frankreich, gezüchtet von Étienne Soulange-Bodin. Die Gattung Magnolia gehört zu den evolutionär ältesten Blütenpflanzen — ihre Vorfahren blühten bereits, bevor es Bienen gab, weshalb ihre Blüten von Käfern bestäubt werden.
Verwendung
Für Gärten als eindrucksvoller Solitär, für Parks und größere Rabatten. Erfordert einen wohlüberlegten, endgültigen Standort wegen der Empfindlichkeit gegenüber Verpflanzung und Schnitt.
Wissenswertes
- Magnolien gehören zu den ältesten Blütenpflanzen — sie existierten bereits vor etwa 95 Millionen Jahren.
- Magnolienblüten werden hauptsächlich von Käfern bestäubt, da sie sich entwickelten, bevor es Bienen gab.
Häufige Fragen
Warum werden die Blüten der Magnolie braun?
Die häufigste Ursache sind Spätfröste im Frühjahr, die die zarten Blütenblätter schädigen. Die Magnolie sollte an einem geschützten Ort gepflanzt werden, wobei Ostlagen vermieden werden sollten, wo das schnelle Auftauen nach nächtlichem Frost den Blüten besonders schadet.
Kann man eine Magnolie verpflanzen?
Nur sehr ungern — sie hat flache, fleischige, leicht zu beschädigende Wurzeln. Am besten wählt man von Anfang an den endgültigen Standort; das Verpflanzen älterer Exemplare scheitert oft.
Wann blüht die Tulpen-Magnolie?
Im zeitigen Frühjahr, meist im April, oft noch vor dem Blattaustrieb, was einen spektakulären Effekt eines über und über mit Blüten bedeckten Baums ergibt.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — MagnoliaInstitution / Botanischer Garten
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