Kurz gefasst
- Erreicht eine Höhe von 25–40 m und kann Jahrhunderte alt werden.
- Wächst langsam; bevorzugt tiefgründige, nährstoffreiche, mäßig feuchte Böden.
- Blüht im April–Mai, die Eicheln reifen im Herbst.
- Enormer ökologischer Wert – ernährt Hunderte Insekten- und Vogelarten.
- Die Eicheln sind giftig für Pferde.
Botanische Daten
- Familie
- Fagaceae (Fagaceae)
- Höhe
- 25–40 m
- Breite
- 15–25 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Langsam
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Humos, Tonig
- pH-Wert
- pH 4.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- April–Mai
- Winterhärte
- USDA 4a–8b
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Ein mächtiger Baum mit breiter, unregelmäßiger Krone und dickem, rissigem Stamm. Die Blätter sind verkehrt-eiförmig, gelappt und kurz gestielt. Die Eicheln sitzen an einem langen Stiel – daher der deutsche Name „Stieleiche“.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Gießen ist vor allem in den ersten Jahren bei jungen Bäumen nötig; ausgewachsene Exemplare kommen ohne zusätzliche Bewässerung aus.
Düngung
Bei jungen Exemplaren genügt ein Mulchen im Frühjahr.
Pflanzung
Tiefgründiger, nährstoffreicher Boden; die Eiche bildet eine lange Pfahlwurzel und verträgt das Verpflanzen älterer Exemplare daher schlecht.
Schnitt
Nur kranke, abgestorbene und sich kreuzende Triebe entfernen – Formschnitt auf ein Minimum beschränken.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Schattenverträgliche Geophyten gedeihen gut unter der lichten Krone der Eiche und nutzen das Frühjahrslicht vor dem Laubaustrieb.
Schlechte Nachbarschaft
Das ausgedehnte Wurzelsystem der Eiche konkurriert stark um Wasser und Nährstoffe.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | Eicheln und Blätter enthalten Gerbstoffe (Tannine) – rohe Eicheln sind ungenießbar. |
| Pferde | Hoch | Eicheln und junge Blätter sind giftig für Pferde. |
| Hunde | Mäßig | — |
Geschichte und Herkunft
Die Eiche symbolisiert seit Jahrhunderten Kraft und Beständigkeit; in der slawischen und germanischen Kultur galt sie als heiliger Baum. Die ältesten polnischen Eichen (z. B. Bartek, Chrobry) sind Hunderte von Jahren alt.
Verwendung
Für Parks, Alleen, große Gärten und landschaftliche Baumpflanzungen. Aufgrund seiner Größe ungeeignet für kleine Grundstücke.
Wissenswertes
- Eine einzelne alte Eiche kann Lebensraum für mehr als 500 Wirbellosenarten bieten.
- Eichenholz, reich an Gerbstoffen, diente über Jahrhunderte dem Bauwesen und der Fassherstellung.
Häufige Fragen
Wie schnell wächst die Stieleiche?
Sie wächst langsam – der jährliche Zuwachs eines jungen Baumes beträgt meist 30–50 cm. Dafür erreicht sie enorme Ausmaße und wird Hunderte von Jahren alt.
Eignet sich die Eiche für einen kleinen Garten?
Nein. Die Endhöhe von 25–40 m und das ausladende Wurzelsystem machen die Stieleiche zu einem Baum für Parks und große Grundstücke.
Sind Eicheln giftig?
Rohe Eicheln enthalten Gerbstoffe und sind für Menschen ungenießbar, für Pferde sogar giftig. Nach entsprechender Verarbeitung (Wässern, Rösten) wurden sie früher als Nahrungsmittel genutzt.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- Lasy Państwowe — gatunki drzewInstitution / Botanischer Garten
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