Kurz gefasst
- Einjährige Pflanze — wird jedes Jahr neu ausgesät und benötigt ein Rankgitter oder Stäbe zum Klettern.
- Die Blüten duften außergewöhnlich intensiv — einer der beliebtesten Düfte im Sommergarten.
- Regelmäßiges Schneiden der Blüten für Sträuße verlängert die Blütezeit.
- Die Samen sind giftig — nicht mit der essbaren Gartenerbse (Pisum sativum), einer Pflanze einer anderen Gattung, verwechseln.
- Bevorzugt einen kühlen, feuchten Wurzelbereich und einen sonnigen Standort für die Triebe.
Botanische Daten
- Familie
- Fabaceae (Fabaceae)
- Höhe
- 1.5–2.5 m
- Breite
- 0.3–0.5 m
- Wuchsform
- Überhängend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Humos
- pH-Wert
- pH 6–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juni–September
- Winterhärte
- —
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Dünne, kantige Stängel klettern mithilfe verzweigter Ranken an den Enden der gefiederten Blätter. Die schmetterlingsförmigen Blüten, zu mehreren an langen Stielen zusammengefasst, erscheinen in einer reichen Farbpalette — von Weiß über Rosa und Violett bis zu dunklem Rot — und werden für ihren außergewöhnlich starken, süßen Duft geschätzt.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Regelmäßiges Gießen und Mulchen des Wurzelbereichs halten den Boden kühl und feucht, was die Blütezeit in heißen Sommern verlängert.
Düngung
Stickstoffüberschuss vermeiden — er fördert das Blattwachstum auf Kosten der Blüte.
Pflanzung
Vor der Aussaat die Samen über Nacht in Wasser einweichen, um die Keimung zu beschleunigen; von Anfang an ein Rankgitter oder Stäbe zum Klettern bereitstellen.
Schnitt
Regelmäßig verblühte Blüten und sich bildende Schoten entfernen, was die Pflanze zur Bildung weiterer Knospen anregt.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Die hohen, stabilen Stängel der Sonnenblume können als natürliche, lebende Stütze für die Ranken der Duftwicke dienen.
Ähnliche Kulturansprüche, obwohl es sich um verschiedene Arten handelt — sie sollten getrennt gepflanzt werden, um Verwechslungen bei der Ernte zu vermeiden, da die Samen der Duftwicke giftig sind.
Schlechte Nachbarschaft
Starke Konkurrenz um Licht und Platz am Rankgitter oder an den Stäben schränkt die Blüte beider Pflanzen ein.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Mäßig | Die Samen enthalten die Aminosäure Beta-ODAP, die bei regelmäßigem Verzehr größerer Mengen Lathyrismus (eine Schädigung des Nervensystems) verursachen kann — nicht zu verwechseln mit der essbaren Gartenerbse (Pisum sativum), mit der die Duftwicke trotz des ähnlichen Namens nicht eng verwandt ist. |
| Hunde | Mäßig | — |
| Katzen | Mäßig | — |
Geschichte und Herkunft
In Kultur eingeführt Ende des 17. Jahrhunderts, als der sizilianische Mönch Franciscus Cupani Samen nach England schickte. Enorme Popularität erlangte die Art im viktorianischen Zeitalter, als englische Züchter, allen voran Henry Eckford, Hunderte Sorten mit größeren Blüten und einer breiteren Farbpalette als die Wildform hervorbrachten.
Verwendung
Zur Bepflanzung von Rankgittern, Stäben und niedrigen Zäunen in Blumengärten sowie zur Kultur in großen Kübeln auf Balkon und Terrasse. Eine hervorragende Schnittblume für duftende Sommersträuße.
Wissenswertes
- Trotz des Namens und der Ähnlichkeit der Blüten ist die Duftwicke (Gattung Lathyrus) nicht eng mit der essbaren Gartenerbse (Gattung Pisum) verwandt — ihre Samen sind giftig und nicht zum Verzehr geeignet.
- Im viktorianischen Zeitalter waren Sträuße der Duftwicke eine der beliebtesten Schnittblumen in England, und die jährlichen Ausstellungen neuer Sorten zogen Menschenmengen an.
Häufige Fragen
Warum hat meine Duftwicke mitten im Sommer aufgehört zu blühen?
Die häufigste Ursache ist, dass verblühte Blüten stehen bleiben und Samenschoten ansetzen — die Pflanze geht dann davon aus, ihr biologisches Ziel erfüllt zu haben, und stellt die weitere Blüte ein. Regelmäßiges Schneiden der Blüten für Sträuße, bevor sich Schoten bilden, verlängert die Blütezeit deutlich.
Kann man die Samen der Duftwicke essen?
Nein. Trotz des irreführenden Namens und der Ähnlichkeit zur essbaren Gartenerbse (Pisum sativum) gehört die Duftwicke zu einer anderen Gattung (Lathyrus), und ihre Samen sind giftig — bei regelmäßigem Verzehr größerer Mengen können sie Lathyrismus verursachen, eine schwere Erkrankung des Nervensystems.
Wann sät man die Duftwicke aus?
Am besten im zeitigen Frühjahr, im März–April, direkt ins Freiland nach den letzten Frösten oder unter Schutz, oder bereits im Februar in Töpfe für Jungpflanzen und eine frühere Blüte. Das Einweichen der Samen über Nacht vor der Aussaat beschleunigt und vereinheitlicht die Keimung.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Lathyrus odoratusInstitution / Botanischer Garten
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