Kurz gefasst
- Blüht üppig und duftend von Juli bis September.
- Braucht nährstoffreichen, feuchten Boden in Sonne oder Halbschatten.
- Anfällig für Mehltau – gute Durchlüftung und Gießen an der Basis sind entscheidend.
- Zieht Schmetterlinge und Bienen stark an.
- Horste alle paar Jahre teilen für Gesundheit und reiche Blüte.
Botanische Daten
- Familie
- Polemoniaceae (Polemoniaceae)
- Höhe
- 0.6–1.2 m
- Breite
- 0.4–0.6 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- Juli–September
- Winterhärte
- USDA 4a–8a
- Vermehrung
- Durch Teilung, Aus Stecklingen
Merkmale
Aufrecht wachsende Staude, die Horste aus starren Stängeln mit lanzettlichen Blättern bildet, gekrönt von großen, kuppelförmigen Rispen kleiner, duftender, fünfblättriger Blüten in Rosa-, Weiß-, Rot- und Violetttönen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Braucht gleichmäßige Feuchtigkeit – bei Austrocknung welkt sie und wird anfälliger für Mehltau. An der Basis gießen, nicht über die Blätter.
Düngung
Regelmäßige Düngung fördert eine reiche, lang anhaltende Blüte.
Pflanzung
Fruchtbarer, humoser, feuchter Boden in Sonne oder Halbschatten; für Durchlüftung zwischen den Pflanzen sorgen, um Mehltau vorzubeugen.
Schnitt
Verblühte Blütenstände entfernen, um die Blütezeit zu verlängern; im Herbst die Triebe bodennah zurückschneiden. Im Frühjahr die schwächsten Triebe im Horst auslichten für bessere Durchlüftung.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Ansprüche – fruchtbarer, feuchter Boden und Sonne; die Flammenblume füllt das Rosenbeet und verlängert die Blütezeit im Sommer.
Im Halbschatten teilen Flammenblume und Funkie die Vorliebe für feuchten, humosen Boden und ergänzen sich in der Form.
Schlechte Nachbarschaft
Lavendel braucht trockenen, durchlässigen Boden – das Gegenteil des feuchten Standorts der Flammenblume.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Hohe Flammenblume gelangte im 18. Jahrhundert aus dem östlichen Nordamerika nach Europa und wurde zu einer der beliebtesten Stauden in Bauerngärten und Staudenbeeten, mit inzwischen Hunderten von Sorten.
Verwendung
Für Staudenbeete, Bauern- und naturnahe Gärten sowie Pflanzungen für Bestäuber und Schmetterlinge. Auch gut als Schnittblume geeignet.
Wissenswertes
- Der Name Phlox stammt vom griechischen Wort für Flamme – eine Anspielung auf die intensiven Blütenfarben.
- Die Flammenblume gehört dank ihres süßen, abends stärker werdenden Duftes zu den Lieblingsblumen von Schmetterlingen und Nachtfaltern.
Häufige Fragen
Warum bekommen die Blätter der Flammenblume einen weißen Belag?
Das ist echter Mehltau, für den die Flammenblume besonders anfällig ist. Hilfreich sind eine gute Durchlüftung (Horst auslichten), Gießen an der Basis statt über die Blätter sowie die Wahl krankheitsresistenter Sorten.
Wie lässt sich die Blütezeit der Flammenblume verlängern?
Verblühte Rispen regelmäßig entfernen – das regt die Pflanze zur Bildung weiterer, seitlicher Blütenstände an und verlängert die Blütezeit.
Wie oft sollte man Flammenblumen teilen?
Alle 3-4 Jahre, im Frühjahr oder Herbst. Die Teilung verjüngt den Horst, beugt Überfüllung (die Mehltau begünstigt) vor und erhält die reiche Blüte.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Phlox paniculataInstitution / Botanischer Garten
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