Kurz gefasst
- Braucht volle Sonne und einen nährstoffreichen, durchlässigen Boden.
- Blüht wiederholt von Juni bis September.
- Anfällig für Echten Mehltau und Blattläuse – Vorbeugung ist wichtiger als Bekämpfung.
- Der Frühjahrsschnitt entscheidet über die Blühkraft in der Saison.
- Wächst gut in Gesellschaft von Lavendel, der Blattläuse fernhält.
Botanische Daten
- Familie
- Rosaceae (Rosaceae)
- Höhe
- 0.6–1.5 m
- Breite
- 0.5–0.8 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne
- Boden
- Lehmig, Humos
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juni–September
- Winterhärte
- USDA 5a–9b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Durch Absenker
Merkmale
Strauch mit steifen, bestachelten Trieben und großen, gefüllten Blüten, die einzeln oder in kleinen Trauben an den Triebspitzen stehen. Die Blätter sind zusammengesetzt, glänzend und dunkelgrün.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Reichlich gießen, aber seltener als häufig – das lässt die Wurzeln tiefer wachsen. Das Benetzen der Blätter meiden, um Pilzkrankheiten einzuschränken.
Düngung
Ab August keine Stickstoffdüngung mehr, damit die Triebe vor dem Winter ausreifen können.
Pflanzung
Nährstoffreicher, durchlässiger, mit Kompost angereicherter Boden; ein windgeschützter, aber luftiger Standort.
Schnitt
Die Triebe auf 3–5 gesunde Knospen einkürzen, schwache, kranke und sich kreuzende Triebe entfernen, schräger Schnitt über einer nach außen gerichteten Knospe.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Der Duft des Lavendels hält Blattläuse fern, die Rosen gerne befallen; eine klassische, bewährte Kombination.
Der starke Geruch des Zierlauchs hält einen Teil der Schädlinge fern, die Rosen befallen, darunter Blattläuse.
Die Wurzelausscheidungen der Ringelblume können die Population von für Rosen schädlichen Bodennematoden verringern.
Schlechte Nachbarschaft
Die Rose braucht häufigere Düngung und Bewässerung als mediterrane Pflanzen – eine direkte Nachbarschaft am selben Standort erschwert die passende Pflege.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab.
Sternrußtau der RoseSchwarze bis dunkelbraune Flecken mit ausgefransten Rändern auf den Rosenblättern, um die herum die Blattspreite vergilbt. Befallene Blätter fallen massenhaft ab, was die Pflanze schwächt und die Blüte beeinträchtigt. Die Krankheit verstärkt sich in feuchten Jahren und bei schlechter Luftzirkulation.
RostRostorange bis braune, stäubende Sporenlager auf der Blattunterseite, denen auf der Oberseite gelbe Flecken entsprechen. Stark befallene Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab, die Pflanze wird geschwächt. Betroffen sind unter anderem Rosen und Malven, und manche Roste haben einen Zwischenwirt (z. B. der Birnengitterrost den Wacholder).
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Leicht | Die Dornen können mechanische Verletzungen verursachen; die Blütenblätter sind nicht giftig. |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Gruppe der Edelrosen (Hybrid Tea) entstand 1867 in Frankreich aus der Kreuzung europäischer Rosen mit chinesischen, wiederholt blühenden Rosen. Seither ist sie zur weltweit beliebtesten Gruppe der Gartenrosen geworden.
Verwendung
Für Beete, Rabatten, Kletterrosen an Stützen sowie die Kultur in Töpfen auf der Terrasse. Schnittblumen halten in der Vase bis zu 10 Tage frisch.
Wissenswertes
- Die Rose ist das nationale Symbol vieler Länder und Städte.
- Es gibt über 20 000 registrierte Sorten von Gartenrosen.
Häufige Fragen
Warum werden die Rosenblätter gelb und bekommen einen weißen Belag?
Das sind meist Anzeichen von Echtem Mehltau – einer Pilzkrankheit, die durch hohe Luftfeuchtigkeit und schlechte Luftzirkulation begünstigt wird. Ein Schnitt für bessere Durchlüftung und der Verzicht auf das Benetzen der Blätter helfen dagegen.
Wann schneidet man die Edelrose?
Der Hauptschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr, kurz vor dem Austrieb der Knospen, wobei die Triebe auf 3–5 gesunde Augen zurückgeschnitten werden.
Wie oft gießt man eine Rose?
Reichlich, aber selten – einmal alle 5–7 Tage im Sommer, wobei der Boden gründlich durchtränkt wird. Häufiges, oberflächliches Gießen begünstigt eine flache Bewurzelung.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Growing rosesInstitution / Botanischer Garten
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