Kurz gefasst
- Verträgt häufigen Schnitt – die Grundlage für Topiary und niedrige Hecken.
- Wächst langsam; sehr langlebig.
- Verträgt Sonne und Schatten – außergewöhnlich vielseitig.
- Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders für Pferde.
- Anfällig für Buchsbaumtriebsterben (Cylindrocladium) und den Buchsbaumzünsler.
Botanische Daten
- Familie
- Buxaceae (Buxaceae)
- Höhe
- 0.3–5 m
- Breite
- 0.3–2 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Langsam
- Standort
- Sonne, Halbschatten, Schatten
- Boden
- Lehmig, Humos, Kalkhaltig
- pH-Wert
- pH 6.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- USDA 5a–8b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen
Merkmale
Immergrüner, dichter Strauch mit kleinen, ovalen, ledrigen, dunkelgrünen Blättern. Er wächst langsam und lässt sich gut in Form schneiden, wodurch er eine markante, geometrische Form beibehält.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Nach dem Anwachsen mäßig trockenheitsverträglich; regelmäßiges Gießen bei Hitze beugt braunen Blättern vor. Am Stammansatz gießen.
Düngung
Stickstoffmangel führt zu Vergilbung; in Form geschnittene Hecken benötigen regelmäßige Düngung.
Pflanzung
Nährstoffreicher, durchlässiger, eher alkalischer Boden; verträgt Sonne und Schatten, was ihn sehr vielseitig macht.
Schnitt
Verträgt häufigen, beliebigen Formschnitt – die Grundlage für Topiary und niedrige Hecken; an einem bewölkten Tag schneiden, um Verbrennungen zu vermeiden.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Niedrige Buchsbaumeinfassungen sind die klassische Einrahmung von Rosenbeeten in formalen Gärten.
Buchsbaumeinfassungen und Lavendel sind eine klassische Kombination formaler und provenzalischer Gärten.
Schlechte Nachbarschaft
Die dichten, flachen Wurzeln des Buchsbaums konkurrieren stark um Wasser mit Pflanzen, die direkt an der Einfassung gesetzt werden.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Mäßig | Alle Pflanzenteile enthalten bei Verzehr giftige Alkaloide. |
| Hunde | Mäßig | — |
| Katzen | Mäßig | — |
| Pferde | Hoch | — |
Geschichte und Herkunft
Der Buchsbaum wird seit der Römerzeit in formalen Gärten verwendet. In den Renaissance- und Barockgärten Frankreichs und Italiens wurde er zur Grundlage von Broderieparterres, Irrgärten und der Topiarkunst.
Verwendung
Für niedrige Hecken, Beeteinfassungen, Formschnittfiguren (Topiary) sowie die Kübelkultur. Ein Klassiker formaler und regelmäßiger Gärten.
Wissenswertes
- Das harte, dichte Holz des Buchsbaums war für Präzisionsarbeiten, Musikinstrumente und Druckstöcke für den Holzschnitt geschätzt.
- In den letzten Jahren wird der Buchsbaumanbau in Europa ernsthaft durch den invasiven Buchsbaumzünsler bedroht.
Häufige Fragen
Warum verfärbt sich der Buchsbaum braun und stirbt ab?
Mögliche Ursachen sind die Pilzkrankheit Buchsbaumtriebsterben (Cylindrocladium), Fraßschäden durch den Buchsbaumzünsler, Austrocknung oder Sonnenbrand nach einem Schnitt in der prallen Sonne. Es lohnt sich, auf Raupen zu prüfen und für gute Durchlüftung zu sorgen.
Wann sollte man Buchsbaum schneiden?
Am besten im späten Frühjahr und Sommer, an einem bewölkten Tag, damit die frisch geschnittenen Blätter nicht verbrennen. Buchsbaum verträgt häufigen Formschnitt, wodurch sich scharfe Konturen halten lassen.
Ist Buchsbaum giftig?
Ja – alle Pflanzenteile enthalten giftige Alkaloide, die besonders für Pferde gefährlich sind. In Gärten, zu denen Tiere Zugang haben, ist Vorsicht geboten.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Buxus sempervirensInstitution / Botanischer Garten
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