Kurz gefasst
- Braucht hohe Luftfeuchtigkeit und ein stets feuchtes Substrat.
- Bevorzugt Halbschatten und Schatten – verträgt keine direkte Sonne.
- Braune Fiederblättchen sind meist die Folge trockener Luft.
- Ungiftig – unbedenklich für Kinder und Haustiere.
- Ideal für Badezimmer und Küchen mit höherer Luftfeuchtigkeit.
Botanische Daten
- Familie
- Nephrolepidaceae (Nephrolepidaceae)
- Höhe
- 0.4–0.9 m
- Breite
- 0.5–1.2 m
- Wuchsform
- Überhängend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Halbschatten, Schatten
- Boden
- Humos, Torfig
- pH-Wert
- pH 5–6.5
- Feuchtigkeit
- Feucht
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- USDA 9a–11b
- Vermehrung
- Durch Teilung, Durch Ausläufer
Merkmale
Farn mit dichten, bogig überhängenden, gefiederten Wedeln aus zahlreichen kleinen Fiederblättchen. Breitet sich durch Ausläufer aus und bildet üppige, kaskadenartige Horste.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Braucht ein stets feuchtes Substrat und hohe Luftfeuchtigkeit. Trockene Luft führt zu braunen, abfallenden Fiederblättchen – regelmäßiges Besprühen hilft.
Düngung
Empfindlich gegenüber Salzanreicherung – mit einer schwachen Lösung düngen.
Pflanzung
Leichtes, humoses, saures Substrat mit guter Wasserspeicherung; Topf mit Drainage.
Schnitt
Braune und vertrocknete Wedel an der Basis entfernen, um neuen Austrieb anzuregen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Ansprüche – Halbschatten und hohe Luftfeuchtigkeit; gedeihen gut zusammen im Badezimmer.
Schlechte Nachbarschaft
Brauchen trockene Luft und seltenes Gießen – das Gegenteil des feuchtigkeitsliebenden Farns.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Unbewegliche, braune oder gelbliche Schilde (1–4 mm), die an Stängeln und der Blattunterseite haften, besonders entlang der Blattadern. Leicht mit Auswüchsen an der Pflanze zu verwechseln. Sie saugen Pflanzensaft, verursachen Vergilbung und Schwächung und scheiden klebrigen Honigtau aus. Häufig an Ficus, Orchideen und Pflanzen mit festen Blättern.
WollläuseInsekten, die von einem weißen, wattigen Wachsbelag bedeckt sind und sich in den Blattachseln, am Triebansatz und auf der Blattunterseite ansammeln. Sie sehen aus wie Wattebäusche. Sie saugen Pflanzensaft, schwächen die Pflanze und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich der schwarze Rußtaupilz entwickelt. Ein häufiger Schädling an Zimmerpflanzen und Sukkulenten.
TrauermückenKleine, dunkle Mücken (2–4 mm), die um die Töpfe fliegen und über die Substratoberfläche laufen. Die erwachsenen Tiere sind lästig, doch den eigentlichen Schaden richten ihre Larven im Boden an, die an den Wurzeln und am Stängelgrund junger Pflanzen fressen. Ein dauerhaft feuchtes, humusreiches Substrat fördert die Entwicklung — der klassische Effekt des Übergießens von Zimmerpflanzen.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Der Bostonfarn erlangte im viktorianischen Zeitalter als Salonpflanze große Beliebtheit. Die Sorte 'Bostoniensis', nach der er benannt ist, entstand Ende des 19. Jahrhunderts in den USA als Mutation.
Verwendung
Für Innenräume mit mäßiger Beleuchtung und erhöhter Luftfeuchtigkeit, für Hängetöpfe, Pflanzensäulen und Badezimmer. Eine hervorragende Hängepflanze.
Wissenswertes
- Der Bostonfarn wird in NASA-Studien als wirksam bei der Entfernung von Formaldehyd aus der Luft genannt.
- Farne gehören zu den ältesten Landpflanzen – sie existierten schon Hunderte Millionen Jahre vor den Blütenpflanzen.
Häufige Fragen
Warum wird mein Bostonfarn braun und verliert Fiederblättchen?
Die häufigste Ursache ist zu trockene Luft und ein ausgetrocknetes Substrat. Der Farn braucht hohe Luftfeuchtigkeit – regelmäßiges Besprühen, ein Untersetzer mit feuchtem Blähton und Abstand zu Heizkörpern helfen.
Ist der Bostonfarn für Katzen unbedenklich?
Ja – der Schwertfarn ist ungiftig und gilt als unbedenklich für Katzen und Hunde, was ihn von vielen beliebten Zimmerpflanzen unterscheidet.
Wo stellt man den Bostonfarn am besten auf?
An einem hellen Platz ohne direkte Sonne mit erhöhter Luftfeuchtigkeit – ideal in einem Badezimmer mit Fenster oder in der Küche. Trockene, heiße Luft vermeiden.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Nephrolepis exaltataInstitution / Botanischer Garten
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