Kurz gefasst
- Braucht volle Sonne, Wärme und nährstoffreichen, feuchten Boden.
- Kälteempfindlich — erst nach Mitte Mai auspflanzen.
- Regelmäßiges Entspitzen der Triebspitzen fördert den buschigen Wuchs.
- Nach der Blüte werden die Blätter bitter — Blütenknospen entfernen.
- Gedeiht gut in Gesellschaft von Tomaten.
Botanische Daten
- Familie
- Lamiaceae (Lamiaceae)
- Höhe
- 0.2–0.6 m
- Breite
- 0.2–0.3 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Humos
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juli–September
- Winterhärte
- USDA 10a–11b
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Einjährige krautige Pflanze mit vierkantigem Stängel und ovalen, aromatischen Blättern. Kleine Lippenblüten stehen in ährenförmigen Blütenständen an den Triebspitzen. Die Sorten unterscheiden sich in Blattfarbe und Aromaprofil.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Braucht regelmäßiges Gießen am Fuß der Pflanze (nicht über die Blätter), morgens. Empfindlich gegenüber Austrocknung und Kälte — welkt bei Wassermangel.
Düngung
Mäßig; zu intensives Düngen schwächt das Aroma der Blätter.
Pflanzung
Nährstoffreicher, durchlässiger, warmer Boden in voller Sonne; kälteempfindlich — nicht vor Mitte Mai pflanzen.
Schnitt
Die Triebspitzen über einem Blattpaar entspitzen — das fördert den buschigen Wuchs und verzögert die Blüte.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Klassische Küchengesellschaft; einige Studien deuten darauf hin, dass Basilikum Thripse und Blattläuse von der Tomate fernhalten kann.
Schlechte Nachbarschaft
Die Weinraute sondert allelopathische Stoffe ab, die das Wachstum des Basilikums in unmittelbarer Nachbarschaft hemmen.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Basilikum stammt aus dem tropischen Asien, wo es seit Langem kulinarische, medizinische und religiöse Bedeutung hat (in Indien das heilige Basilikum Tulsi). Nach Europa gelangte es in der Antike über den Nahen Osten und wurde zu einer Säule der mediterranen Küche.
Verwendung
Zum Anbau im Gemüse- und Kräutergarten, in Töpfen auf dem Balkon, der Fensterbank und der Terrasse. Die Blätter werden frisch als Gewürz verwendet; die Pflanze hält einen Teil der Insekten fern.
Wissenswertes
- Der Name leitet sich vom griechischen „basilikón“ — königlich — ab.
- Basilikum ist die Schlüsselzutat des italienischen Pesto alla genovese.
Häufige Fragen
Warum welkt Basilikum trotz Gießen?
Häufige Ursachen sind Kälte (Basilikum ist empfindlich gegenüber Temperaturen unter 10 °C), Überwässerung mit Wurzelfäule oder umgekehrt Austrocknung. Es braucht Wärme, Sonne und gleichmäßige Feuchtigkeit.
Wie erntet man Basilikum, damit es üppiger wächst?
Die Triebspitzen über einem Blattpaar entspitzen, statt einzelne Blätter unten abzuzupfen. Das regt die Pflanze zur Verzweigung an und liefert mehr Blätter.
Warum geht im Topf gekauftes Basilikum schnell ein?
Basilikum aus dem Laden besteht oft aus vielen Sämlingen, die in einem Topf zusammengedrängt sind und um Wasser und Licht konkurrieren. Man sollte sie vereinzeln oder von Anfang an aus Samen mit Abstand ziehen.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — BasilInstitution / Botanischer Garten
Meine Notiz
Private Notiz zu dieser Pflanze — in deinem Browser gespeichert.