Kurz gefasst
- Kleine Rosette (5–10 cm) mit dunkelgrünen Blättern in weißen Querstreifen, die an ein Zebra erinnern.
- Verträgt im Gegensatz zu den meisten Sukkulenten Halbschatten besser als pralle, volle Sonne.
- Sehr trockenheitsresistent und tolerant gegenüber gelegentlich vergesslichen Pflegern – eine gute Pflanze für Einsteiger.
- Wächst langsam und bildet mit der Zeit zahlreiche Ableger, die eine dichte Kolonie bilden.
- Nicht winterhart – in Deutschland ausschließlich als Zimmer-/Kübelpflanze kultiviert.
Botanische Daten
- Familie
- Asphodelaceae (Asphodelaceae)
- Höhe
- 0.05–0.1 m
- Breite
- 0.1–0.15 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Langsam
- Standort
- Halbschatten, Schatten
- Boden
- Sandig
- pH-Wert
- pH 6–7.5
- Feuchtigkeit
- Trocken
- Blütezeit
- Mai–Juli
- Winterhärte
- USDA 10a–11b
- Vermehrung
- Durch Teilung, Aus Stecklingen
Merkmale
Eine stammlose Sukkulente, die eine kleine Rosette aus fleischigen, im Querschnitt dreieckigen Blättern bildet, die spiralförmig angeordnet sind. Die Außenseite der Blätter ist mit querstehenden, erhabenen, weißen Warzen (Tuberkeln) bedeckt, die das charakteristische gestreifte Muster ergeben. Ausgewachsene Pflanzen bilden einen hohen, rispenartigen Blütenstand mit kleinen, weißlichen Blüten.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Erst gießen, wenn das Substrat vollständig abgetrocknet ist. Das sehr feine Wurzelsystem fault leicht bei Wasserüberschuss, besonders im Winter.
Düngung
Sehr genügsam – die Pflanze wächst langsam und braucht keine intensive Düngung.
Pflanzung
Durchlässiges mineralisches Kakteen- und Sukkulentensubstrat mit Sand- oder Perlitzusatz; ein kleiner, flacher Topf mit Abzugsloch.
Schnitt
Nur vertrocknete, untere Blätter entfernen und gut ausgebildete Ableger (Pups) in eigene Töpfe absetzen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche, moderate Lichtansprüche und identisches, durchlässiges Substrat – harmonieren gut zusammen in Kompositionen auf nicht allzu sonnigen Fensterbänken.
Schlechte Nachbarschaft
Die Haworthie verbrennt in praller, intensiver Sommersonne die Blätter, während sonnenliebenden Pflanzen am selben halbschattigen Standort Licht fehlt – eine gemeinsame Kultur in einer Schale führt zu einem für eine Seite ungünstigen Kompromiss.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Insekten, die von einem weißen, wattigen Wachsbelag bedeckt sind und sich in den Blattachseln, am Triebansatz und auf der Blattunterseite ansammeln. Sie sehen aus wie Wattebäusche. Sie saugen Pflanzensaft, schwächen die Pflanze und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich der schwarze Rußtaupilz entwickelt. Ein häufiger Schädling an Zimmerpflanzen und Sukkulenten.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Gattung Haworthia (und die später abgetrennte Gattung Haworthiopsis) wurde nach dem englischen Botaniker Adrian Hardy Haworth benannt, einem Sukkulentenspezialisten des 19. Jahrhunderts. Die Zebra-Haworthie zählt seit langem zu den beliebtesten, leicht erhältlichen Haworthien in der Zimmerkultur, dank ihres auffälligen, regelmäßigen Blattmusters und ihrer geringen Ansprüche.
Verwendung
Für helle, aber nicht unbedingt vollsonnige Räume – gedeiht gut auf Ost- und Westfensterbänken, in Bädern mit Fenster sowie in mineralischen Topfkompositionen mit anderen kleinen Sukkulenten.
Wissenswertes
- Die charakteristischen weißen Querstreifen sind harte, erhabene Auswüchse (Tuberkel) auf der Blattoberfläche, keine Färbung – man kann sie als leicht raue Oberfläche unter den Fingern fühlen.
- Die Zebra-Haworthie wird manchmal mit der ähnlich aussehenden Haworthiopsis attenuata verwechselt, bei der die Tuberkel-Streifen das Blatt gleichmäßig auf beiden Seiten bedecken, nicht nur außen wie bei H. fasciata.
Häufige Fragen
Woher hat die Zebra-Haworthie ihren Namen und ihr charakteristisches Muster?
Die weißen Querstreifen auf den Blättern sind harte, erhabene Warzen (Tuberkel), die sich in regelmäßigen Reihen anordnen und an die Zeichnung eines Zebras erinnern – daher der volkstümliche Name „Zebra-Haworthie“.
Kann man die Zebra-Haworthie in voller Sonne halten?
Das ist nicht zu empfehlen – im Gegensatz zu vielen anderen Sukkulenten stammt die Haworthie von natürlich beschatteten Standorten und verbrennt in intensiver, direkter Sommersonne schnell an den Blättern. Besser geeignet ist ein heller Fensterplatz ohne direkte, brennende Mittagssonne.
Wie oft sollte man die Zebra-Haworthie gießen?
Sehr selten – erst wenn das Substrat vollständig abgetrocknet ist, üblicherweise etwa einmal alle 10–14 Tage im Sommer und einmal im Monat im Winter. Zu viel Wasser schadet dieser Pflanze deutlich mehr als zu wenig.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Haworthiopsis fasciataInstitution / Botanischer Garten
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