Kurz gefasst
- Standort: volle Sonne, durchlässiger Boden, verträgt kalkhaltige und basische Böden gut.
- Außergewöhnlich widerstandsfähig gegen Trockenheit, Salz und Luftverschmutzung.
- Beliebt bei Straßen-, Stadt- und Küstenpflanzungen.
- Steife, dunkelgrüne Nadeln, zu zweit in einem Büschel angeordnet.
- Junge Bäume haben eine kegelförmige Krone, ältere eine breitere, schirmförmige.
Botanische Daten
- Familie
- Pinaceae (Pinaceae)
- Höhe
- 20–40 m
- Breite
- 8–12 m
- Wuchsform
- Kegelförmig
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne
- Boden
- Sandig, Kalkhaltig, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6–8.5
- Feuchtigkeit
- Trocken, Mäßig
- Blütezeit
- Mai–Juni
- Winterhärte
- USDA 4b–7b
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Junge Bäume bilden eine regelmäßige, kegelförmige Krone, die mit dem Alter breiter und ausladender wird und einem Schirm ähnelt. Die steifen, dunkelgrünen, stechenden Nadeln sitzen zu zweit in einem Büschel. Die Rinde ist dunkelgrau bis fast schwarz und tief gefurcht, was der Art ihren Namen gab. Die großen, eiförmigen Zapfen reifen im Herbst des zweiten Jahres.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Nach dem Anwachsen sehr widerstandsfähig gegen Trockenheit und Salz. Bewässerung ist vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung nötig.
Düngung
Anspruchslos — sie wächst gut auf armen, steinigen und kalkhaltigen Böden ohne zusätzliche Düngung.
Pflanzung
Durchlässiger Boden, auch arm und steinig, in voller Sonne; sie verträgt Salz und Luftverschmutzung gut, weshalb sie gern an Straßen und an der Küste gepflanzt wird.
Schnitt
Beschädigte und trockene Äste entfernen; für Hecken die jungen Triebe im Mai–Juni durch 'Kerzenschneiden' (Einkürzen der jungen Maitriebe) formen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beide Arten vertragen arme, durchlässige und kalkhaltige Böden sowie volle Sonne gut — eine dauerhafte, anspruchslose Kombination.
Die trockenheitsliebende Fetthenne ergänzt das Beet unter der Kiefer gut und nutzt dieselben sonnigen und durchlässigen Bedingungen.
Schlechte Nachbarschaft
Der Rhododendron benötigt sauren, feuchten Boden, während die Schwarzkiefer basische und trockene Böden gut verträgt und bevorzugt — die Bedingungen schließen sich gegenseitig aus.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Eine Art, die seit langem zur Aufforstung erodierter, trockener und steiniger Hänge im Mittelmeerraum und in Mitteleuropa genutzt wird — ihr kräftiges Wurzelsystem stabilisiert den Boden wirksam. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde sie in West- und Mitteleuropa in großen Mengen entlang von Straßen, in Städten und an Küsten gepflanzt.
Verwendung
Salz- und schadstoffresistente Straßen-, Stadt- und Küstenpflanzungen, Aufforstung erodierter Hänge, Park- und Schutzbaum (Windschutz) unter schwierigen Standortbedingungen.
Wissenswertes
- Dank ihrer außergewöhnlichen Widerstandsfähigkeit gegen Salz und Abgase ist die Schwarzkiefer einer der am häufigsten gewählten Bäume für Straßen-, Stadt- und Küstenpromenaden-Pflanzungen.
- Die Unterart Pinus nigra subsp. laricio (Korsische Kiefer) gilt als eine der schlanksten und dekorativsten Formen der Art.
- Die Wurzeln der Schwarzkiefer verhindern wirksam Erosion, weshalb sie weithin zur Aufforstung degradierter, trockener Hänge eingesetzt wird.
Häufige Fragen
Warum ist die Schwarzkiefer an Straßen und in Städten so beliebt?
Sie verträgt die Luftverschmutzung durch Abgase, die Bodenversalzung nach dem winterlichen Streusalz sowie trockene, arme Böden außergewöhnlich gut, weshalb sie gern an Straßenrändern, in Städten und an der Küste gepflanzt wird.
Verträgt die Schwarzkiefer kalkhaltigen Boden?
Ja, im Gegensatz zu vielen anderen Kiefern wächst sie gut auf basischen und kalkhaltigen Böden, was sie zu einer guten Wahl für Standorte macht, an denen andere Nadelbäume Probleme bei der Nährstoffaufnahme hätten.
Wie groß wird die Schwarzkiefer letztlich und eignet sie sich für den Garten?
Die Wildform erreicht 20–40 Meter Höhe, daher eignen sich für den durchschnittlichen Hausgarten besser die langsamer wachsenden Zwergsorten; die natürliche Form ist in großen Parks, Alleen und Landschaftspflanzungen sinnvoll.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Pinus nigraDatenbank (GBIF, POWO…)
- GBIF — Global Biodiversity Information FacilityDatenbank (GBIF, POWO…)
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