Kurz gefasst
- Blüht bei guten Bedingungen fast das ganze Jahr über mit weißen Blütenständen.
- Verträgt Halbschatten und Schatten — gut geeignet für Räume mit wenig Licht.
- Signalisiert Wassermangel durch hängende Blätter und erholt sich schnell.
- Schätzt hohe Luftfeuchtigkeit — gut geeignet fürs Badezimmer.
- Giftig für Hunde und Katzen bei Verzehr.
Botanische Daten
- Familie
- Araceae (Araceae)
- Höhe
- 0.4–0.7 m
- Breite
- 0.3–0.6 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Halbschatten, Schatten
- Boden
- Humos
- pH-Wert
- pH 5.5–6.5
- Feuchtigkeit
- Feucht
- Blütezeit
- März–September
- Winterhärte
- USDA 10a–11b
- Vermehrung
- Durch Teilung
Merkmale
Eine horstbildende Pflanze mit glänzenden, lanzettförmigen, dunkelgrünen Blättern. Der für Aronstabgewächse typische Blütenstand besteht aus einer weißen Blattscheide (Hochblatt), die einen cremefarbenen Kolben umgibt, und wächst auf einem langen Stiel über die Blätter hinaus.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Signalisiert Wassermangel deutlich durch hängende Blätter und erholt sich nach dem Gießen schnell. Schätzt feuchte Luft.
Düngung
Mäßige Düngung fördert die Blüte; ein Übermaß schränkt die Blütenbildung ein.
Pflanzung
Durchlässiges, humusreiches, feuchtigkeitshaltendes Substrat; Topf mit Drainage.
Schnitt
Verblühte Blütenstände und vergilbende Blätter direkt an der Basis entfernen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Ansprüche — Halbschatten und hohe Luftfeuchtigkeit; gedeihen gut zusammen im Badezimmer.
Schlechte Nachbarschaft
Grundverschiedene Wasserbedürfnisse — das Einblatt braucht konstante Feuchtigkeit.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Kleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern.
WollläuseInsekten, die von einem weißen, wattigen Wachsbelag bedeckt sind und sich in den Blattachseln, am Triebansatz und auf der Blattunterseite ansammeln. Sie sehen aus wie Wattebäusche. Sie saugen Pflanzensaft, schwächen die Pflanze und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich der schwarze Rußtaupilz entwickelt. Ein häufiger Schädling an Zimmerpflanzen und Sukkulenten.
TrauermückenKleine, dunkle Mücken (2–4 mm), die um die Töpfe fliegen und über die Substratoberfläche laufen. Die erwachsenen Tiere sind lästig, doch den eigentlichen Schaden richten ihre Larven im Boden an, die an den Wurzeln und am Stängelgrund junger Pflanzen fressen. Ein dauerhaft feuchtes, humusreiches Substrat fördert die Entwicklung — der klassische Effekt des Übergießens von Zimmerpflanzen.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | Enthält Calciumoxalate, die bei Verzehr die Mundhöhle reizen. |
| Hunde | Mäßig | — |
| Katzen | Mäßig | — |
Geschichte und Herkunft
Das Einblatt gelangte im 19. Jahrhundert aus den amerikanischen Tropen in die europäische Kultur. Es wurde populär als eine der wenigen Pflanzen, die selbst bei schwachem Wohnraumlicht attraktiv blühen.
Verwendung
Für Wohn- und Büroräume mit mäßiger oder schwacher Beleuchtung, besonders für Badezimmer wegen der Vorliebe für feuchte Luft.
Wissenswertes
- Das Einblatt gehört zu den in NASA-Studien am häufigsten genannten Pflanzen zur Luftreinigung von Formaldehyd und Benzol.
- Was wie eine weiße Blüte aussieht, ist tatsächlich ein umgewandeltes Blatt (Hochblatt) — die eigentlichen Blüten sind winzige Strukturen auf dem Kolben.
Häufige Fragen
Warum blüht das Einblatt nicht?
Die häufigsten Ursachen sind zu wenig Licht (trotz Schattentoleranz braucht es zum Blühen helles, gestreutes Licht) oder ein Stickstoffüberschuss im Dünger auf Kosten von Phosphor.
Warum bekommen die Blätter des Einblatts braune Spitzen?
Das ist meist die Folge zu trockener Luft, ausgetrockneter Erdballen oder eines Überschusses an Mineralsalzen aus Leitungswasser. Besprühen und Gießen mit abgestandenem Wasser helfen dagegen.
Das Einblatt hat die Blätter hängen lassen — stirbt es?
In der Regel nicht — das ist ein typisches Durstsignal. Nach dem Gießen erholt sich die Pflanze meist innerhalb weniger Stunden.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — SpathiphyllumInstitution / Botanischer Garten
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