Kurz gefasst
- Benötigt volle Sonne und einen sehr gut durchlässigen Boden.
- Hoch trockenheitsresistent – verträgt keine Staunässe.
- Im polnischen Klima braucht er im Freiland Winterschutz oder Kübelkultur.
- Die Blätter lassen sich das ganze Jahr über ernten – die Pflanze ist immergrün.
- Der starke Duft hält auf natürliche Weise einen Teil der Gartenschädlinge fern.
Botanische Daten
- Familie
- Lamiaceae (Lamiaceae)
- Höhe
- 0.5–1.5 m
- Breite
- 0.5–1 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne
- Boden
- Sandig, Kalkhaltig
- pH-Wert
- pH 6–8
- Feuchtigkeit
- Trocken
- Blütezeit
- April–Juni
- Winterhärte
- USDA 7a–10b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen
Merkmale
Ein immergrüner Halbstrauch mit steifen, aufrechten oder ausgebreiteten Trieben und schmalen, nadelförmigen Blättern von intensivem, harzigem Duft. Die kleinen, blauvioletten Blüten erscheinen im Frühjahr.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Sehr trockenheitsresistent. Erst gießen, wenn das Substrat vollständig abgetrocknet ist – ein Überschuss an Wasser führt zu Wurzelfäule.
Düngung
Rosmarin gedeiht gut auf mageren Böden – er benötigt keine intensive Düngung.
Pflanzung
Warmer, geschützter Standort mit durchlässigem Boden – in Polen braucht er im Freiland Winterschutz oder Kübelkultur.
Schnitt
Die jungen Triebe einkürzen und einen kompakten Busch formen; Zweige lassen sich laufend für die Küche gewinnen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ein mediterraner Begleiter mit identischen Boden- und Wasseransprüchen.
Eine nah verwandte Art mit denselben Ansprüchen – Sonne, trockener, durchlässiger Boden.
Der starke Duft des Rosmarins kann den Kohlweißling abschrecken, der seine Eier am Kohl ablegt.
Schlechte Nachbarschaft
Extrem unterschiedliche Wasser- und Bodenansprüche (Trockenheit und Alkalität vs. dauerhafte Feuchtigkeit und saurer pH-Wert) machen eine gemeinsame Kultur unmöglich.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Der Name Rosmarin stammt aus dem Lateinischen „ros marinus“ – Meertau – und verweist auf den natürlichen Standort an den Küsten des Mittelmeers. Seit der Antike ein Symbol für Erinnerung und Treue, in der mediterranen Küche weit verbreitet.
Verwendung
Für Kräuter- und Mittelmeergärten, auf trockene Böschungen, zur Kübelkultur auf Balkon und Terrasse sowie als Küchengewürz.
Wissenswertes
- In vielen Mittelmeerländern ist der Rosmarin ein Symbol der Erinnerung, das bei Beerdigungen und Hochzeiten verwendet wird.
- Rosmarinöl ist eines der am häufigsten hinsichtlich seiner antioxidativen Eigenschaften untersuchten ätherischen Öle.
Häufige Fragen
Übersteht Rosmarin den polnischen Winter im Freiland?
In den wärmeren Regionen Polens und bei gutem Schutz (Vlies, Anhäufeln) ja, doch sicherer ist es, ihn im Kübel zu kultivieren und für den Winter in einen kühlen, hellen Raum zu bringen.
Warum vertrocknet mein Rosmarin trotz des Gießens?
Die häufigste Ursache ist Überwässerung – Rosmarin verträgt dauerhaft feuchten Boden und Wurzelfäule schlecht. Prüfe die Drainage und gieße erst, wenn das Substrat abgetrocknet ist.
Wie erntet man Rosmarin, ohne die Pflanze zu schwächen?
Ernte die jungen, grünen Triebspitzen und lasse die älteren, verholzten Partien stehen – regelmäßiges, maßvolles Ernten wirkt wie ein Rückschnitt und regt die Pflanze zum Verzweigen an.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Growing rosemaryInstitution / Botanischer Garten
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