Kurz gefasst
- Große, glänzende Blätter - eine eindrucksvolle Strukturpflanze für Innenräume.
- Bevorzugt einen hellen Standort ohne scharfe, direkte Sonne.
- Verträgt Standortwechsel schlecht - reagiert mit Blattfall.
- Der Milchsaft reizt die Haut; die Pflanze ist leicht giftig.
- Mäßig gießen und Staunässe vermeiden.
Botanische Daten
- Familie
- Moraceae (Moraceae)
- Höhe
- 0.6–3 m
- Breite
- 0.4–1 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos
- pH-Wert
- pH 5.5–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- USDA 10a–11b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Durch Absenker
Merkmale
Eine immergrüne Pflanze mit aufrechtem Wuchs und großen, ovalen, ledrigen Blättern von kräftigem Glanz. Manche Sorten haben rötliche oder panaschierte Blätter. In der Natur bildet sie Luftwurzeln und erreicht Baumgröße.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Gießen, wenn die obere Substratschicht angetrocknet ist. Empfindlich gegenüber Staunässe - zu viel Wasser führt zu Blattfall.
Düngung
Mäßige Düngung während der Wachstumsphase.
Pflanzung
Ein durchlässiges Substrat für Grünpflanzen; ein standfester Topf angesichts der Höhe ausgewachsener Exemplare.
Schnitt
Das Einkürzen der Triebspitze regt die Verzweigung an und begrenzt die Höhe; den Milchsaft abwischen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Licht- und Wasseransprüche ergeben eine stimmige Komposition aus großblättrigem Grün.
Schlechte Nachbarschaft
Feigenbäume vertragen Umstellen und wechselnde Bedingungen schlecht und reagieren mit Blattfall - am besten wählt man ihnen Begleiter mit festem Standort.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Kleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
Deckel- und NapfschildläuseUnbewegliche, braune oder gelbliche Schilde (1–4 mm), die an Stängeln und der Blattunterseite haften, besonders entlang der Blattadern. Leicht mit Auswüchsen an der Pflanze zu verwechseln. Sie saugen Pflanzensaft, verursachen Vergilbung und Schwächung und scheiden klebrigen Honigtau aus. Häufig an Ficus, Orchideen und Pflanzen mit festen Blättern.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern.
WollläuseInsekten, die von einem weißen, wattigen Wachsbelag bedeckt sind und sich in den Blattachseln, am Triebansatz und auf der Blattunterseite ansammeln. Sie sehen aus wie Wattebäusche. Sie saugen Pflanzensaft, schwächen die Pflanze und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich der schwarze Rußtaupilz entwickelt. Ein häufiger Schädling an Zimmerpflanzen und Sukkulenten.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | Der Milchsaft (Latex) reizt Haut und Schleimhäute und kann Allergien auslösen. |
| Hunde | Leicht | — |
| Katzen | Leicht | — |
Geschichte und Herkunft
Der Gummibaum wurde früher auf Plantagen als Quelle für Naturkautschuk angebaut (daher der Name „Gummibaum“), bevor ihn der brasilianische Kautschukbaum ablöste. Als Zimmerpflanze ist er seit der viktorianischen Zeit beliebt.
Verwendung
Für helle Wohn- und Büroräume als Strukturpflanze. Durch Rückschnitt lassen sich Höhe und Wuchsform steuern.
Wissenswertes
- Die Namen „elastica“ und „Gummi“ leiten sich vom Milchsaft (Latex) ab, aus dem früher Kautschuk gewonnen wurde.
- In ihrer natürlichen Umgebung in Indien bilden sich aus den Luftwurzeln der Feigenbäume die berühmten „lebenden Brücken“.
Häufige Fragen
Warum wirft der Gummibaum seine Blätter ab?
Die häufigsten Ursachen sind ein Standortwechsel, Zugluft, Staunässe oder ein plötzlicher Temperaturwechsel. Feigenbäume reagieren empfindlich auf veränderte Bedingungen - nach dem Stabilisieren der Umgebung bauen sie ihr Laub meist wieder auf.
Wie reinigt man die Blätter des Gummibaums?
Mit einem feuchten, weichen Tuch abwischen - das entfernt Staub und stellt den Glanz wieder her, was die Fotosynthese verbessert. Ölbasierte Blattglanzmittel meiden.
Ist der Gummibaum giftig?
Der Milchsaft (Latex) reizt Haut und Schleimhäute und kann Allergien auslösen. Die Pflanze ist für Tiere leicht giftig - am besten hält man sie außerhalb ihrer Reichweite.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Ficus elasticaInstitution / Botanischer Garten
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