Kurz gefasst
- Runde, glänzende Blätter, die an Münzen oder Pizzafladen erinnern, jedes an einem eigenen langen Stiel.
- Leicht zu kultivieren – verträgt Austrocknung besser als Staunässe.
- Braucht helles, indirektes Licht ohne pralle Sonne.
- Ungiftig und sicher für Kinder, Hunde und Katzen.
- Rund um die Mutterpflanze bilden sich Seitentriebe („Kindel“), die sich leicht abtrennen und bewurzeln lassen.
- In den letzten Jahren enorm beliebt bei jungen Pflanzensammlern und in den sozialen Medien.
Botanische Daten
- Familie
- Urticaceae (Urticaceae)
- Höhe
- 0.2–0.4 m
- Breite
- 0.2–0.3 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Halbschatten
- Boden
- Humos
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- USDA 10a–11b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Durch Teilung
Merkmale
Krautige Pflanze mit einem einzelnen, aufrechten Stamm, aus dem an langen, dünnen Stielen runde, fleischige, leicht gewölbte Blätter von 5–10 cm Durchmesser hervorwachsen. Die Blüten sind klein und weißrosa, stehen in kleinen Doldenrispen und erscheinen unter Zimmerbedingungen nur selten.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Gießen, wenn die obere Substratschicht 2–3 cm tief abgetrocknet ist. Überwässerung ist ein häufigeres Problem als Austrocknung.
Düngung
Verdünnter Dünger in der halben Herstellerdosis – die Pilea verträgt Unterversorgung leicht, einen Überschuss an Mineralsalzen dagegen schlechter.
Pflanzung
Universalsubstrat für Grünpflanzen mit einem Zusatz von Perlit für die Durchlässigkeit.
Schnitt
Gelbe Blätter am Blattstielansatz entfernen, Seitentriebe („Kindel“) zur Vermehrung abschneiden.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Ansprüche an Luftfeuchtigkeit und mäßiges, gestreutes Licht – ein unkomplizierter gemeinsamer Standort an demselben Fenster.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Kleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | Allgemein als sichere, für den Menschen ungiftige Zimmerpflanze anerkannt. |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Für die europäische Botanik wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt, doch in die breitere Kultur gelangte sie durch einen norwegischen Missionar, der in den 1940er-Jahren einen Steckling aus China nach Skandinavien brachte. Über Jahrzehnte wanderte sie vor allem als Geschenk von Freund zu Freund zwischen den Haushalten, bevor sie in den 2010er-Jahren zum viralen Hit der sozialen Medien wurde.
Verwendung
Für helle Wohn- und Büroräume als kleine Solitärpflanze auf dem Schreibtisch, dem Regal oder der Fensterbank. Wirkt dank der leichten Vermehrung aus Kindeln besonders gut in Gruppen von Töpfen unterschiedlichen Alters.
Wissenswertes
- Die Pflanze ist so eng mit dem informellen Verschenken verbunden, dass sie in Skandinavien mitunter „Freundschaftspflanze“ genannt wird – die Besitzer geben Stecklinge aus den Kindeln traditionell an ihre Liebsten weiter und kaufen sie nur selten im Laden.
- Die Seitentriebe („Pups“), die an der Basis des Stammes der Mutterpflanze entstehen, lassen sich leicht abschneiden und in Wasser oder feuchtem Substrat bewurzeln – das ist die wichtigste Art und Weise, wie sich die Pilea weltweit ausgebreitet hat, praktisch ohne Beteiligung des Gartenhandels.
- Der Name „Ufopflanze“ leitet sich von der runden Blattform ab, die von der Seite an eine fliegende Untertasse erinnert, da der Stiel zentral auf der Blattunterseite ansetzt.
Häufige Fragen
Warum verlieren die Blätter der Pilea ihre runde Form und verbiegen sich?
Meist ist dies die Folge von einseitigem Licht – die Pilea biegt ihre Blattstiele stark zur Lichtquelle hin. Es lohnt sich, den Topf regelmäßig um etwa 90 Grad zu drehen, um den symmetrischen, runden Wuchs zu erhalten.
Was tut man mit den kleinen Trieben, die rund um die Pflanze aus der Erde wachsen?
Das sind die natürlichen Ableger („Kindel“) der Pilea. Sobald sie einige Zentimeter erreicht haben, kann man sie zusammen mit einem Stück Wurzel abschneiden oder abbrechen und selbst in Wasser bewurzeln – nach einigen Wochen bilden sie eigene Wurzeln.
Ist die Pilea sicher für eine Katze, die an den Blättern knabbert?
Ja, die Ufopflanze gilt allgemein als ungiftig für Katzen und Hunde, anders als viele andere beliebte Zimmerpflanzen aus der Familie der Aronstabgewächse.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Pilea peperomioidesInstitution / Botanischer Garten
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